BZÖ rudert bei Angriffen gegen Journalistin Gössinger zurück

5. März 2007, 13:41
2 Postings

"Heimliche rote Pressereferentin verbreitet Hasstiraden" - Öffentlicher Widerruf nach Klage: Behauptungen sind unwahr

Das Kärntner BZÖ rudert mit seinen Angriffen auf Antonia Gössinger, Innenpolitikchefin bei der "Kleinen Zeitung", zurück. In einer Aussendung hatte der orange Pressedienst die renommierte Journalistin als "heimliche rote Pressereferentin von Gaby Schaunig" bezeichnet, die "politische Hasstiraden" verbreite. Gössinger hatte ebenso wie die "Kleine Zeitung" Klage eingebracht. Am Dienstag widerriefen die Orangen ihre Anschuldigungen per Aussendung "öffentlich als unwahr".

Gössinger hatte sich schon in der Vergangenheit mit ihrer Berichterstattung immer wieder unverhohlene Feindseligkeit seitens des Kärntner Landeshauptmanns und BZÖ-Chefs Jörg Haider zugezogen. Im Vorjahr wurde sie mit dem angesehenen Kurt-Vorhofer-Preis für Politikjournalismus ausgezeichnet. Die Jury attestierte der Journalistin "in einem schwierigen politischen Umfeld konsequent und mit großem persönlichem Mut für Rechtsstaatlichkeit und eine Anhebung der politischen Kultur" einzutreten.

Das BZÖ hatte das naturgemäß anders gesehen. Gössinger sei "eine nicht ernst genommene und belächelte, tragische Figur der österreichischen Journalistenszene, der der Aufstieg in den Olymp der renommierten Polit-Journalisten verwehrt blieb", so der Pressedienst in jener Aussendung vom 29. Jänner, die von den Verfassern nun als "unwahr" deklariert wurde. (APA)

Share if you care.