Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Neuartig war dieses Wort für den Chronisten., neuartig war es aber auch für Herrn M.M., der mir dieses geschrieben hat: "Sehr geehrter Herr Winder, heute bin ich über das Wort ,geilomatisch’ gestolpert. Ich habe das noch nie gelesen und schon gar nicht gehört. Google ist da aber anderer Meinung und gibt 1970 Treffer aus. Wenn Sie es brauchen können - ich schenke es Ihnen. Mein Fundort: fotocommunity.de/... ...und dort dann suchen. Herzliche Grüße, M. M."
Herzlichen Dank! Ich habe noch ein paar andere Belegstellen aus dem Internet heruntergekletzelt, wie zum Beispiel: "Super!! Iron maiden sind so geilomatisch!!" "hab von meiner perle zum geburtstag und zu weihnachten 2 tage europapark mit übernachtung bekommen.extremst geilomatisch, da ich voll der freizeitparkwahnsinnige bin." "Weniger geilomatisch finde ich, dass Öl- und Gaspreise mal wieder steigen."
Obwohl ich, wie gesagt, mit dem Wort keine Erfahrung habe, nehme ich einmal an, dass es als Steigerung der ordinären Geilheit gedacht ist und soviel wie "besonders geil", "geiler als geil" oder "richtig geil" bedeuten soll. Wie immer lade ich die p.t. Leser natürlich auch diesmal ein, mich gegebenenfalls zu ergänzen, zu korrigieren oder ihre geilomatischen Erfahrungen mit dem aktuellen Stichwort beizutragen.
Mit derStandard.at/Mobil sind Sie unterwegs immer top-informiert - mit Liveberichten und Postings!Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Sprachliche Grenzgänge zwischen den Geschlechtern
Nicht nur mit Erdäpfeln oder Bohnen: Die neue Variante eines alten Gerichts
Nicht nur für Mai- und Christbäume
Zelten in aufgewerteter Form
Nomen est omen
Alle Ängste dieser Welt
Ein Gemüse, das ständig gemobbt wird
Was man ungern unterm Christbaum findet
Ein Synonym für den Kasten
Saloppe Töne für das Musikinstrument
Delinquenten mit Fünfzig Plus
Aussprachehilfe für Anglophone
Ein ungeliebtes Polit-Prinzip
Nomen sind Omen
Grausen unter der Gürtellinie
Ein Krapfen mit Beigeschmack
Aufstieg in höhere Sphären
Talismane zum Überziehen
Ein geschickt benanntes Medikament
Tagtägliche Nervensägen
Ein vertrotteltes Nomen
Pawlow und das Publikum
Seit kurzem wieder schwer im Schwang
Eine Ausweitung des Pizza-Sortiments
Namensgeber und Nehmer
Neues aus der Welt der Viehzucht
Aus der internationalen und nationalen Flora
Tierleben in Japan und Österreich
Eine starke Marke
Umlautjongleure am Werk
Auf Gedeih und Verderb
Skandalöses in Washington und anderswo
Heiße Fragen zur Wurst auf dem Rost
Sprechen Sie Werbung?
Im Gespräch mit der Orangenhaut
Eine neue Floskel taucht auf
Auszucken in Österreich und Schweden
Ein Häuslschmäh, sozusagen
Mehr als nur mit Aussatz behaftet
Umdenken beim politischen Dresscode
Eine Formulierung mit Mangel an Distanzgefühl
Die Kreativleistungen auf dem Wellness-Sektor gehen rasant weiter
... heißt, das Generische aus einem Text zu entfernen
... ist in der Tat ein abgeschmacktes Wort, verehrter elvis the fat years ...
sieht Gustav von Aschenbach im "Tod in Venedig" gleich im ersten Kapitel "...aus geilem Farrengewucher, aus Gründen von fettem, gequollenem und abenteuerlich blühendem Pflanzenwerk haarige Palmenschäfte nah und ferne emporstreben [...] und fühlte sein Herz pochen vor Entsetzen und rätselhaftem Verlangen." Finden wir hier die Schnittstelle der Wortbedeutungen?
die großmutter von freunden hat vor kurzem zum kaffee cremeschnitten mitgebracht, die auch recht deftig waren. wir haben uns ohne schmutzige gedanken über die geilen schnitten gefreut :-)
es wäre auch interessant zu wissen, ob das wort "fett" im sinne von cool sich aus der ursprünglichen bedeutung von geil ableitet.
als Ausdruck vom Bewunderung oder Entzücken habe ich in Wien von einem westfälischen Austauschstudenten kennengelernt. Meistens folgte dann ein Aussagesatz: "Geilomat! Hier kann man sich im Supermarkt die Brötchen frisch belegen lassen!!" oder ähnlich...
Meiner Erinnerung nach war schon die Bedeutung "brünftig" eine Bedeutungswandlung. Aus meiner Großelterngeneration kenne ich geil nur im Sinne von "fett" bei Speisen, z.B. "Diese Torte kann ich nicht essen, die ist mir zu geil" oder "Mir ist richtig schlecht von dem geilen Essen".
Durch die Bedeutungswandlung des Wortes "geil" hin zu "super, toll", sind wir für die geschlechtliche Brünftigkeit jetzt sprachlos geworden, weil immer mehr die Reklameinflation mitschwingt. Wäre ein Thema für "Winders Wörterbuch": wie sagt man jetzt griffig dazu?
mir kommt vor, dass geil (auf jemanden anderen) kaum noch so verwendet wird. eher eben das geil im sinne von cool, super.
@james t. kirk
fuer geschlechtliche brünftigkeit wuerde man (od ich, od so wie ichs halt kenn) wohl gambrig (weissnet wie man das schreiben soll) verwenden
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.