Weltwirtschaft bleibt im ersten Halbjahr robust

9. März 2007, 15:27
4 Postings

Der Indikator für das Weltwirtschaftsklima stieg laut Münchner Institut für Wirtschaftsforschung im ersten Quartal

Berlin - Die Weltwirtschaft wird auch im ersten Halbjahr 2007 einer Umfrage zufolge robust wachsen. Der vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) vierteljährlich ermittelte Indikator für das Weltwirtschaftsklima stieg im ersten Quartal auf 106,5 von 104,7 Punkten, wie die Experten am Dienstag mitteilten. "Die Besserung betraf sowohl die Einschätzung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zu der Umfrage unter mehr als 1.000 Experten aus 90 Ländern.

Der Teilindikator für die Erwartungen kletterte auf 91,2 von 89,5 Zählern. Die Beurteilung der Lage verbesserte sich zum sechsten Mal in Folge und erreichte mit 122,4 nach 120,5 Punkten ein Sechs-Jahres-Hoch.

Der Index zeigte für die drei großen Wirtschaftsregionen Westeuropa, Nordamerika und Asien nach oben. In Westeuropa schätzten die Befragten die Lage vor allem in Deutschland, Österreich und Belgien erneut günstiger ein. Für die USA beurteilten die Experten die aktuelle Situation besser als im Vorquartal, blieben bei den Aussichten aber weiter vorsichtig.

China stabil, Indien verbessert

In Asien stehen hinter dem Gesamtplus unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Ländern. Während in China das Wirtschaftsklima stabil blieb, verbesserte es sich abermals in Indien. In Japan und Südkorea bewerteten die Befragten die Lage etwas schlechter, schraubten jedoch ihre Erwartungen nach oben.

Wegen sinkender Inflationsgefahren setzten weniger Experten als im vierten Quartal auf weiter steigende Zinsen. "In Nordamerika wird sogar mit einem bald bevorstehenden Ende des Zinsanstiegs gerechnet", sagte Sinn. Der US-Dollar gilt als angemessen bewertet. Hingegen gelten der Euro und noch mehr das britische Pfund überbewertet. Der japanischen Yen ist der Umfrage zufolge seit über einem Jahr unterbewertet. (APA/Reuters)

Share if you care.