Gebro 2006 mit Umsatzsprung

7. März 2007, 14:23
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Tiroler Arzneimittelgruppe verzeichnet zwölf Prozent Zuwachs auf 82,5 Millionen Euro

Innsbruck - Mit einem Plus von zwölf Prozent hat der Tiroler Arzneimittelhersteller Gebro mit Sitz in Fieberbrunn bei Kitzbühel 2006 einen Umsatzsprung von 73,8 auf 82,5 Mio. Euro verzeichnet. 52,7 Mio. Euro davon habe Gebro allein in Österreich erwirtschaftet, sagte der geschäftsführende Gesellschafter, Pascal Broschek, zur APA. Damit sei es mit dem Umsatz am heimischen Markt wieder bergauf gegangen.

Für Österreich hat sich das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr eine leichte Steigerung zum Ziel gesetzt. Die gesamte Gruppe soll planmäßig zwischen fünf und acht Prozent wachsen. Gelingen soll das vor allem mit dem Ausbau der bestehenden Top-Produkte in allen Bereichen. Intensivieren wolle man vor allem die Aktivitäten im Bereich "Licencing In". Dabei werden potenzielle Partner ermittelt und unter Vertrag genommen. Gebro vertreibt dann das jeweilige Produkt für den Lizenzgeber am entsprechenden Markt.

Investitionen

Die Hauptabsatzmärkte für Gebro liegen in Europa. Die wichtigsten Länder sind den Angaben zufolge Deutschland, England, Ungarn, Polen und die Schweiz. Die Exportquote der gesamten Gruppe liegt bei zwölf Prozent. Der Gewinn sei laut Pascal Broschek 2006 ausreichend gewesen. Gebro habe etwas Kapital für weitere Investitionen erwirtschaftet, wenn auch nicht übermäßig viel. Man überlege derzeit, den Export weiter auszudehnen. Dabei seien vor allem ausgewählte Märkte in Südamerika interessant. Auch der arabische Raum komme in Frage.

Gebro investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr acht Prozent des Gruppen-Umsatzes in Forschung und Entwicklung. In Österreich stellt das Familienunternehmen 25 Mio. Arzneimittelpackungen her, das sind 75 Mio. Tabletten im Bulk. In Österreich beschäftigt Gebro derzeit 245 Mitarbeiter, in der gesamten Gruppe sind es 406.

Das 1947 gegründete Unternehmen im Eigentum der Familie Broschek besitzt mit der Alpinamed AG in Freidorf und der Gebro Pharma AG in Liestal, beide in der Schweiz, zwei Tochtergesellschaften zu jeweils 100 Prozent. An der spanischen Laboratorios Gebro Pharma, S.A. in Barcelona hält das Unternehmen 51 Prozent. Darüber hinaus besteht ein Joint Venture mit "Novartis Consumer Health-Gebro GmbH", an dem Gebro zu 40 Prozent beteiligt ist. (APA)

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