Wien fünftreichste Region der EU

  • Laut EU-Statistikamt Eurostat verbesserte sich die Bundeshauptstadt im EU-Ranking von insgesamt 268 Regionen um einen Platz gegenüber dem Vorjahr.
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    Laut EU-Statistikamt Eurostat verbesserte sich die Bundeshauptstadt im EU-Ranking von insgesamt 268 Regionen um einen Platz gegenüber dem Vorjahr.

  • Infografik: Reich und arm in der EU
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    Infografik: Reich und arm in der EU

Donaumetropole rückte um einen Platz vor und liegt nun hinter London, Luxemburg und Brüssel - Die ärmsten Regionen befinden sich in Bulgarien, Rumänien und Polen

Brüssel - Unter den 268 Regionen in der EU ist der Großraum Wien mit einem Bruttoinlandsprodukt von 180 Prozent (100 ist der Durchschnitt der 27 EU-Staaten) die fünftreichste Region. Die Innenstadt von London liegt wie auch in den Jahren davor unangefochten mit einem BIP von 303 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Bankenzentrum Luxemburg mit 251 und dem EU-Zentrum Brüssel mit 248 Prozent. Einen deutlichen Abstand gibt es dann zu Hamburg (195 Prozent) und Wien.

Bereits am zwölften Platz (und damit vor Salzburg) liegt Prag mit einem Durchschnittswert von 157 – die reichste Region in den Ländern des ehemaligen Ostblocks, deutlich vor Budapest mit 101 Prozent.

Von den 46 Regionen, in denen das BIP je Einwohner die 125-Prozent-Grenze überschritt, lagen je acht in Deutschland und in Großbritannien, sieben in Italien, fünf in den Niederlanden, vier in Österreich, je drei in Belgien und Spanien, zwei in Finnland, sowie je eine in Tschechien, Irland, Frankreich, der Slowakei, Schweden und Luxemburg.

Hinter Wien rangieren in Österreich Salzburg mit 141,8 Prozent des durchschnittlichen EU-BIP, Vorarlberg (134,4), Tirol (131,4), Oberösterreich (120,2), Steiermark (110,8), Kärnten (108,6) und Niederösterreich (104,4). Als einzige Region Österreichs liegt das Burgenland mit 89,8 Prozent unter dem EU-Schnitt. Gegenüber dem Vorjahreswert von 84,7 verbesserte sich das Burgenland zwar, doch ist dies auch auf den statistischen Effekt des Beitritts von Rumänien und Bulgarien zurückzuführen.

Die fünfzehn ärmsten Regionen in der EU befinden sich dagegen alle in Rumänien, Bulgarien und Polen. Die rumänische Region Nord-Ost ist mit einem regionalen BIP von 24 Prozent des EU-Durchschnitts das Schlusslicht. Ähnlich arm sind die Regionen Severozapaden, Yuzhen Tsentralen und Severen Tsentralen in Bulgarien, die auf 26 Prozent des EU-Schnitts kommen. Das allgemeine Wachstum liegt in den neueren östlichen Mitgliedsstaaten naturgemäß deutlich über dem Schnitt: Laut aktuellen Daten des staatlichen Statistikamtes wächst beispielsweise die slowakische Wirtschaft in einem Tempo, das mehr mit China als mit dem europäischen Durchschnitt vergleichbar ist: 8,2 Prozent wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Slowakei 2006. Im zweiten Halbjahr lag das Wachstum sogar bei fast zehn Prozent.

Überhitzung im Osten

"Wir haben diese hohen Wachstumszahlen erwartet", meinte Nationalbank-Gouverneur Ivan Sramko. Für den obersten Währungshüter des kleinen Landes, das am 1. Jänner 2009 den Euro einführen will, ist vor allem wichtig, "dass das Wachstum gesund verteilt ist und wir kein Risiko der Überhitzung sehen".

Die Inflation wird von der Nationalbank für 2007 auf unter zwei Prozent prognostiziert. Das würde für die Erfüllung des Inflationskriteriums für die Euro-Einführung sogar noch einen beruhigenden Polster bedeuten, mit dem auch Unerwartetes abgefangen werden kann. (Michael Moravec, Brüssel, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.2.2007)

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REGION?

London Innenstadt. und wovon lebt die innenstadt wenn es keine ärmere aussenstadt gibt?

Gratulation!

Da Wien jetzt die fünftreichste Region der EU ist, wird es den Wienern sicherlich nicht schwerfallen, die Koralmbahn zu finanzieren.

Toll und?

Konzernen geht es super. Was hilft mit das als Bewohner von Wien?
In Wien wird schlecht bezahlt aber die Lebenshaltungskostne sind hoch.
Wenn man z.B. in Salzburg oder OÖ wohnt verdient man gut und zahlt recht wenig für die Lebenshaltungskosten.

Stimmt nicht ganz.

Wohnen in Salzburg ist überdurchschnittlich teuer.

Salzburg-Stadt. Ich rede von Salzburg-Land.

genau: vergleichen wir den mietpreis von wien, erster bezirk mit dem mietpreis von neukirchen am großvenediger!

allerdings: 20.2. war faschingsdienstag...

Ich rede nicht vom ersten sondern von den normalen Bezriken.

dafür verdienen die salzburger weniger ;-)

Die Schweiz "ist" und "wird" immer mehr zum Hirn Europas, denn -80 Prozent grossen Firmen (Hauptsitze) lassen sich in der Schweiz nieder! Nicht mehr in London oder EU! Daher der momentane Angriff der EU! Die Schweiz ist Souverän und unantsastbar!

80% der grossen Firmen? Sind sie sicher dass in der Schweiz soviel Platz ist?
Ja und? Stehen halt viele Hauptquartiere in der Schweiz, ist doch schoen oder? Und an den leichten Knacks der Schweizer kann man sich als Auslaender nach einem Weilchen auch gewoehnen...

Schon, nur holen die sich dann Menschen mit Hirn von außerhalb. Bestes Beispiel Nestle: Nur ein Schweizer im Vorstand (letztes Jahr war sogar mal keiner), aber der Chef ist ein Österreicher. Hier der Link http://www.nestle.com/All_About... +Board.htm

Übrigens, wenn ich mir ihre Meldungen so durchschaue, da gehts nur um Schweiz hier, Schweiz toll, Schweiz dort. Ihr Land ist ja nett, aber seins doch nicht so borniert, bitte. Auch andere Länder sind nett und CH regiert nicht die Welt - zumindest noch nicht ;-)

heut is fasnacht! ab in den puff mit dir!

hirn..

wäre für sie auch nicht schlecht.

ausser beim skifahren

Western und EASTERN

aus dem Osten inkl. Rumänien und Kroatien
kommen nur VAMPIRE und andere
Blutsauger zu uns

Der Hund mit dieser Statistik ist, daß sie eben nicht, den Wohlstand der Einwohner angibt

Sondern die Wirtschaftsleistung, die pro Einwohner erwirtschaftet wird. Da zählen Einpendler positiv, Auspendler negativ. Burgenland ist deswegen am letzen Platz, weil viele der Einwohner woanders - grade in Wien - arbeiten, und dort die Wirtschaftsleistung erbringen, nicht weil die Burgenländer so arm sind. Gleiches gilt für Niederösterreich.

Das führt oft zu absurden Ergebnissen: So kann es vorkommen, daß vergoldete Vorortgemeinden mit fast ausschließlich Villen plötzlich förderungswürdig sind (rund um Hamburg passiert).

Ausserdem ist anzumerken, daß gerade die Steuerpolitik der letzten Regierung (Stichwort Gruppenbesteuerung), Wien als Headquarterstandort sehr geholfen hat. Für andere Gruppen war sie wieder negativ, klar.

Wenn ich mich an meinen letzten London-Aufenthalt erinnere

gibt es dort Gegenden, die mit Mittelbulgarien locker mihalten könnten...
So viel zum "Wert" dieser Statistik.

Statitistik muss man lesen können. Es geht hier nicht um den Wohlstand der Bürger sondern um das was die Konzerne einstreichen.

Mein Gott..

ist der Toni nicht süss, wenn er von Nordkorea seine Postings schreibt.

Drogen sind pöse. Auch für Manager.
Aber psssst.

Was verstehen Sie genau unter "Mittelbulgarien"?
Unter'm Balkangebirge, Über dem Balkangebirge, was?

dazu kommt, dass Bulgarien in weiten Teilen ein wunderschönes LAnd ist. Schon mal dort gewesen?

Willst du damit sagen,

dass, verglichen mit Mittelbulgarien, die Wiener trotz ihres Reichtums arm dran sind, weil der Wienerwald weniger schön ist als Rhodopen.

es geht um "Inner-London"

Genau,

du hast das Problem der Statistik erfasst!

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