Verbot von "Killerspielen" in Deutschland: Branche droht mit Abwanderung

30. März 2007, 11:29
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"Es gibt einige Entwickler, die bereits überlegen, wegen der schlechter werdenden Rahmenbedingungen ins Ausland zu gehen"

In der Debatte um ein Totalverbot von so genannten Killerspielen droht die Branche mit Abwanderung aus Deutschland. "Es gibt einige Entwickler, die bereits überlegen, wegen der schlechter werdenden Rahmenbedingungen ins Ausland zu gehen", sagte Thomas Dlugaiczyk, Geschäftsführer der Berliner Games Academy, der einzigen Spezialschule Deutschlands für Computerspiel-Entwickler, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Es sei klar, dass die Branche künftig einen Bogen um Deutschland machen werde.

"Sinnvolle Regeln zum Jugendschutz begrüßen wir"

Auch die Vertreiber der Spiele haben große Bedenken gegen eine Verschärfungdes Jugendschutzes. "Sinnvolle Regeln zum Jugendschutz begrüßen wir", sagte Niels Bogdan, Sprecher des zweitgrößten europäischen Videospielvertreibers Ubi Soft der gleichen Zeitung. Der aus Bayern eingebrachte Entwurf "schießt über das Ziel hinaus". Welche konkreten Folgen der Entwurf haben werde, sei noch nicht abzusehen, weil viele Dinge noch nicht geklärt seien. Etwa die Frage, wie der Begriff "Killerspiel" überhaupt definiert wird.

Bayern hatte am Freitag im Bundesrat seine Initiative zum Verbot von so genannten Killerspielen gestartet. Der Gesetzesvorschlag, der von Niedersachsen unterstützt wird, sieht ein generelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot für virtuelle Killerspiele vor.(APA)

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