ATB ist Sorgenkind von Kovats' A-Tec

7. März 2007, 13:54
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Mirko Kovats' Industriekonglomerat profitiert von der hohen Rohstoffpreisen und kräftiger Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau. Sorgen macht nur die Singapur-Tochter der ATB

Wien - Der Anlagenbau-Mischkonzern A-Tec des Mirko Kovats konnte im 2006 Umsatz und Ergebnisse kräftig steigern. Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der konsolidierte Gruppenumsatz um 47 Prozent von 1,08 auf 1,59 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 125,8 Mio. Euro um 58,4 Prozent höher als im Vergleichszeitraum, und der Betriebserfolg (Ebit) überstieg mit 93,4 Mio. Euro den Vorjahreswert um 69,9 Prozent. Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich gar um 84 Prozent von 43 auf 79,1 Mio. Euro, verkündete das seit Herbst an der Wiener Börse notierte und aus Emco, ATB Antriebstechnik, Austrian Energy & Environment (AE&E) sowie Montanwerke Brixlegg bestehende Firmenkonglomerat.

"In Anbetracht der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt der Vorstand der A-Tec Industries AG zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr, und erwartet eine weitere Umsatzsteigerung auf rund zwei Mrd. Euro und eine dementsprechende Verbesserung des Ergebnisses" an. Dies teilte A-Tec am Montag ad hoc mit.

Wie im Zuge des Börsengangs angekündigt, prüfe die A-Tec Industries laufend potenzielle Akquisitionsziele, um die bestehenden Divisionen sinnvoll zu ergänzen.

Besonders stark stellt sich derzeit die Division Anlagenbau dar, die in der AE&E zusammengefasst ist. Sie kann auf einen Rekordauftragsstand in Höhe von 1,453 Mrd. Euro verweisen, der volle Auslastung garantieren sollte. Der AE&E-Umsatz erhöhte sich um 38,3 Prozent auf 613 Mio. Euro und das Ebit um 14,1 Prozent auf 26,3 Mio. Euro.

Die ihrerseits börsenotierte ATB Austria Antriebstechnik leidet zwar unter historisch hohen Rohstoffkosten, konnte den Umsatz aber um 44,2 Prozent auf 304,5 Mio. Euro steigern. Belastet wurde ATB von der Integration der serbischen Gesellschaft und der im ersten Halbjahr 2006 erfolgten, mehrheitlichen Übernahme der Aktien der Lindeteves-Jacoberg Gruppe in Singapur ("LTJ"). Das Ebitda der ATB stieg um 76,7 Prozent auf 25,8 Mio. Euro, das Ebit um 48,6 Prozent auf 9,3 Mio. Euro, während das Vorsteuerergebnis (EBT) von 1,1 Mio. Euro mit 0,9 Mio. Euro ins Minus gedrückt wurde.

Die in der Emco-Gruppe zusammengefassten Division Maschinentechnik wurde durch die Akquisitionen des italienischen Marktführers Famup und des Technologieanbieters Mecof aufgerüstet. Der Umsatz stieg um 36,9 Prozent auf 170,8 Mio. Euro, das Ebitda um 76,5 Prozent auf 21,7 Mio. Euro, das Ebit um 162,7 Prozent auf 15,5 Mio. Euro, während das EBT von 3,0 auf 12,8 (3,0) Mio. Euro explodierte.

Eine Freude ist der A-Tec-Führung die Montanwerke Brixlegg, deren Umsatz dank hoher Kupfer-Nachfrage um 65,1 Prozent auf 506,1 Mio. Euro stieg. Das EBT stieg von 18,6 auf 40,2 Mio. Euro. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.2.2007)

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