Neue Verkaufspläne für Bösendorfer

5. März 2007, 12:05
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Neoeigentümer Cerberus überlegt zwei verschiedene Investoren-Gruppen an Bord des Traditions­betriebes zu holen

Wien - Der US-Fonds Cerberus, neuer Eigentümer der BAWAG P.S.K., hat neue Pläne für die Klaviermanufaktur Bösendorfer. "Die wahrscheinlichste Variante ist jetzt, dass einerseits die Mehrheit an einen Partner verkauft wird und dass andererseits die BAWAG zu ihrem weiterhin gehaltenen Anteil noch österreichische Investoren an Bord holt", so Bösendorfer-Chef Alfred Zellinger im Gespräch mit dem "WirtschaftsBlatt" (Montagausgabe). Diese neue Lösung hätten die künftigen Eigentümer bei ihrem vor kurzem erfolgten Wien-Besuch signalisiert.

Die Partnersuche könnte frühestens ab Mai los gehen, weil zuerst das offizielle Closing des BAWAG-Kaufs abgeschlossen werden müsse. An Interessenten mangele es nicht, so das Blatt.

Interessenten

Bei dem im vergangenen Jahr begonnenen und dann wieder gestoppten Bieterverfahren hatten sich ursprünglich 86 Investoren gemeldet. 18 hatten es in die engere Auswahl geschafft, ein Drittel davon kam aus Österreich. Dem Vernehmen nach hatten neben internationalen Musikkonzernen auch Finanzinvestoren wie die UIAG, der Industrielle Hannes Androsch und Millionär Peter Pühringer Interesse an dem Traditionsunternehmen gezeigt, heißt es im Bericht.

Bei Bösendorfer selbst läuft unterdessen eine große Marketinoffensive an: Neue Produkte wie der Computerflügel CEUS und ein neuartiges Keybord sollen international für Aufsehen sorgen. Renommierte Vorzeigekunden wie die Keyborderin der Popband von Robbie Williams sowie den international tätigen Österreichischen Musiker Peter Wolf konnte Zellinger, der neben seinem 2006 übernommenen Job bei Bösendorfer auch langjähriger Werbe-Chef der BAWAG ist, bereits gewinnen. Weiters sollen die Märkte in Asien und Osteuropa verstärkt bearbeitet werden. (APA)

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    foto: standard/votava
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