Drahtlose Kommunikationssysteme zur Kontrolle großer Naturflächen

3. März 2007, 17:31
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Überwachung von Waldgebieten mit mehr als 100.000 Hektar möglich

Das auf Wireless Sensor Networks (WSN) spezialisierte Startup-Unternehmen Minteos hat die ersten Anwenderlösungen dieser Technik vorgestellt. Es handelt sich um ein in Zusammenarbeit mit dem Turiner Polytechnikum entwickeltes Netz autonomer Sensoren und Kleinstcomputer, die mit nanotechnischen Bauteilen und Mikrosystemen zur Drahtlos-Übertragung ausgestattet sind. Für die Stromversorgung werden mit Wasserstoff und Äthanol betriebene Batterien verwendet.

Fireless

Ausgangspunkt für die Spezialisierung auf WSN war der "Fireless", der zur Kontrolle großer Waldbestände gedacht ist. Beim Ausbruch von Bränden löst das auf weite Flächen verteilte Monitoringsystem den Alarm aus. Dabei werden sowohl die Einsatzzentrale der Feuerwehr als auch die Handys und Palmcomputer der Schutzleute automatisch benachrichtigt. Als Vorteilhaft erweisen sich dabei neben der geringen Umweltbeeinträchtigung auch die Vermeidung lästiger Falschalarme und die Kommunikation in Realzeit. Überwacht werden können selbst Waldgebiete mit mehr als 100.000 Hektar . Zur Anwendung des Systems ist das speziell für Feuerwehrleute gedachte Trainingsprogramm "Alert2" entwickelt worden.

Floodcontrol

Ähnlich wie der "Fireless" aufgebaut ist der ebenfalls große Flächen abdeckende "Floodcontrol", der die Wasserstandsänderungen von Flüssen und Seen überwacht. Marco Brini, Firmenründer und Hauptgeschäftsführer der Minteos Srl, erklärte: "Was wir wollen, ist gewissermaßen ein sechster Sinn des Menschen gegenüber Natur und Umwelt. Deshalb wird bereits an der Weiterentwicklung des Fireless zum Smarforest gearbeitet, der sich um die Überwachung von Fauna und Flora im weitetsten Sinne kümmern soll. Ein Einsatz kommt aber auch in der Gebäudeautomatisierung und bei industriellen Fertigungsabläufen oder bei der Terrorismusbekämpfung in Betracht."

Flexibel

"Unser System ist nicht nur einfach zu installieren und leicht zu bedienen, sondern bietet gleichzeitig auch ein Höchtsmaß an Flexibilität und Sicherheit. Dadurch können viel Zeit und Geld eingespart werden", bestätigt Brini. Der Informatikfachmann hatte nach einem langjährigen Auslandsaufenthalt beschlossen, sich in der Heimat selbständig zu machen . 2005 kam der Durchbruch, als Brini zusammen mit einer Kollegin den Start Cup der regionalen Technologiegesellschaft Torino Wireless für die beste Idee zur Anwendung der Drahtlostechnik gewann. Derzeit ist er dabei, die Patentanmeldungen vorzubeiten und neue Investoren ausfindig zu machen. Das für 2010 gesteckte Ziel lautet: Notierung der Minteos im Londoner Börsensegment Aim. (pte)

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