Handymarkt Asien: Indien als Wachstumsmotor

3. März 2007, 17:31
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Ausgaben für hochwertige Endgeräte steigen

Der asiatische Mobiltelefonmarkt hat im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse verzeichnet. Das Volumen des Mobiltelefonabsatzes wuchs 2006 um rund 38 Prozent auf mehr als 169 Mio. Stück, der Umsatz lag bei rund 39 Mrd. Dollar, berichtet das Marktforschungsinstitut GfK Asien. Mit 115 Mio. verkauften Mobiltelefonen und mehr als 19 Mrd. Dollar Einzelhandels-Umsatz dominiert China weiterhin den asiatischen Markt. Die größten Wachstumsraten verzeichnete hingegen Indien. Laut den Marktforschern sind asiatische Konsumenten zunehmend bereit, mehr Geld für höherwertige Endgeräte zu investieren.

Marktwert

Der Marktwert der asiatischen Region stieg gegenüber 2005 um 23 Prozent. Dies deute nach Ansicht der GfK-Experten auf eine Verlangsamung des sinkenden Pro-Stück-Preises hin. Dieser Trend setze sich bereits seit einigen Jahren fort. Während sich das Niedrig-Preis-Segment des Mobiltelefonmarktes in ländlichen Gebieten weiter konzentriert, wächst der Markt für Hochpreis-Geräte vor allem in den Städten und Vorstädten. "Wir sehen, dass die Konsumenten immer öfter dazu bereit sind für größere Pixel-Klassen, UMTS- und HSDPA-fähige Geräte zu zahlen", sagt Stanley Kee, Commercial Director für Digital Imaging und Telekommunikation bei GfK Asien.

Indien klar voran

Indien zeichnete sich im vergangenen Jahr als größter Wachstumsmarkt Asiens aus. Der regionale Marktwert stieg um 67 Prozent, das Absatzvolumen wurde gegenüber 2005 verdoppelt. Aufgeschlüsselt in die drei Mobiltelefon-Kategorien monochrome Telefone, Farb-Telefone und jene mit integrierter Kamera, zeigte sich, dass der Absatz von Farb-Telefonen mit integrierter Kamera am indischen Markt um 136 Prozent anstieg. Der Absatz von Mobiltelefonen mit Farbdisplays, die über keine integrierte Kamera verfügen, erhöhte sich um 97 Prozent. Der Verkauf monochromer Mobiltelefone verdoppelte sich, eine Entwicklung, die nur sonst nur noch in Vietnam zu beobachten war. Betrachtet man die gesamte Region, so nahm die Zahl monochromer Geräte ab, die GfK-Experten sprechen bereits vom Ende des Produktlebenszyklus.

9 von 11 wachsen weiter

Von den insgesamt elf untersuchten asiatischen Ländern wiesen nur Taiwan und die Philippinen kein Wachstum des Mobiltelefon-Einzelhandels auf. Die Ursache in Taiwan sei auf die Reife des Marktes zurückzuführen, so Kee. Auf den Philippinen konzentriere sich die Branche statt auf den Verkauf neuer Endgeräte auf den Umsatz pro Kunden. Darüber hinaus würde der Markt für gebrauchte Telefone auf den Philippinen weiter anwachsen, erklärt Kee.

China fotografiert

China dominiert laut den Studienergebnissen nicht nur den asiatischen Mobiltelefonmarkt, sondern auch jenen für Digital Imaging. 6,4 Mio. digitale Spiegelreflex und Digitalkameras im Gesamtwert von 2,1 Mrd. Dollar wurden im vergangenen Jahr in China verkauft. Zweitgrößter Markt der Region war im vergangenen Jahr Indonesien. Hier erhöhte sich das Absatzvolumen um 54 Prozent, der Marktwert stieg um 61 Prozent.(pte)

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GfK Asien

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