Kein Kopierschutz, dafür Werbung

9. Juli 2007, 11:26
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Mobiltelefonhersteller Nokia für Geschäftsmodell wie bei Google

Nach Apple-Chef Steve Jobs hat sich jetzt auch ein hochrangiger Manager des weltgrößten Mobiltelefonherstellers Nokia in die Debatte um den Kopierschutz für im Internet verkaufte Musik eingeschaltet. Statt "allein auf Kopierschutzsysteme zu setzen, die umgangen werden können", ließen sich Musik-Downloads "beispielsweise mit Werbung finanzieren", sagte der Chef der Handy-Sparte, Kai Öistämö, der "Berliner Zeitung" (Wochenendausgabe).

Geschäftsmodell wie Google und Yahoo

Damit schlägt Öistämö der Musikindustrie ein Geschäftsmodell vor, das demjenigen von Internetportalen wie Yahoo und Google ähneln würde. Tag für Tag würden mehr Medieninhalte aus dem Internet geladen, ohne dass dafür bezahlt werde. Es müssten deshalb neue Wege gefunden werden, dass Inhalteanbieter von Musik auch Geld verdienten.

Jobs Forderung

Jobs hatte gefordert, die großen Musiklabels sollten Apple, Microsoft, Sony und andere Anbieter von Musik im komprimierten Datei-Format MP3 nicht länger verpflichten, ihre Musiktitel nur mit dem Kopierschutz zu vertreiben. Jobs argumentierte, der digitale Kopierschutz sei unwirksam, um Musikpiraterie im Internet aufzuhalten.(APA)

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