Linda Troeller zeigt das erotische Leben von Frauen

20. Juli 2000, 16:32

Kunst zu Salzburgs Festspielzeit

Salzburg - Salzburgs dichte Kunst-Szene gerät jedes Jahr pünktlich zur Festspielzeit in Hochstimmung. Rund zwei Dutzend große, mittlere und kleine Galerien rüsten für kaufkräftige KunstfreundInnen aus aller Welt. Nur vereinzelte AusstellerInnen machen sich über die Situation junger KünstlerInnen Gedanken.

Eine Auswahl:

Der Nonntaler Fotohof bietet Einblicke in das erotische Leben von Frauen aus verschiedenen Kontinenten - gesehen und festgehalten von der New Yorker Fotografin Linda Troeller. Die Aquarelle von Dagmar Mezricky in der Galerie Franziskanergasse feiern zarte Mädchen-Erotik.

Aber auch für Wiener Galerien ist Salzburg zur Festspielzeit ein attraktives Pflaster. Ursula Krinzinger zeigt in Räumen an der Getreidegasse unter dem Titel "Berlin-Binnendifferenz und Icon" die Ergebnisse der malerische Auseinandersetzung junger Spree-Künstler mit Vorbildern. Heike Curtze führt das "Trojanische Pferd" in die Getreidegasse 10. Grenzüberschreitungen, Verschleierungen, der Wechsel von Identitäten sind die Themen dieser importierten Ausstellung, die von den Installationen des Argentiniers Osvaldo Romberg im Domgrabungsmuseum ergänzt wird.

Gedanken über die Kunstproduktion im Zeitalter der Globalisierung, der neuen politischen Blockbildungen und der viel beschworenen kulturellen Vielfalt der Regionen macht sich der Salzburger Kunstverein in seiner Ausstellung "Import Export". (APA)

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