Wortlaut der Erklärung zur Verlängerung der Friedensverhandlungen

20. Juli 2000, 14:05
Thurmont - Ein übernächtigter US-Präsident Bill Clinton hat am frühen Donnerstagmorgen persönlich die überraschende Fortsetzung der Friedensverhandlungen zwischen dem israelische Ministerpräsidenten Ehud Barak und dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat bekannt gegeben. Die Ansprache hat nach einer Übersetzung der Nachrichtenagentur Associated Press folgenden Wortlaut:

"Wie Sie alle wissen, haben wir uns in den vergangenen neun Tagen in den umfassendsten und vollständigsten Verhandlungen engagiert, die jemals zwischen Palästinensern und Israelis über die Kernfragen ihres 52-jährigen Konflikts geführt wurden. Beide Seiten haben eine intensive Anstrengung unternommen, ihre Meinungsverschiedenheiten über ihre schwierigsten Streitpunkte zu lösen. Die Kluft bleibt beträchtlich, es hat aber auch Fortschritt gegeben, und wir müssen alle bereit sein, in die Verlängerung zu gehen.

Nach einer Runde intensiver Konsultationen an diesem Abend haben beide Seiten zugestimmt, in Camp David zu bleiben, während ich nach Okinawa zum G-8-Gipfel reise. (Präsidentensprecher Joe) Lockhart wird in der Lage sein, Sie über die Details zu informieren, wie das geschah. Ich muss das Flugzeug nehmen, und die Zeit wird knapp, aber ich möchte erklären, was passiert ist.

Während meiner Abwesenheit wird Außenministerin (Madeleine) Albright mit den Verhandlungsparteien arbeiten und wir werden weiter versuchen, die Kluft zu schließen. Nach meiner Rückkehr werde ich den Stand der Verhandlungen prüfen.

Es sollte keine Illusionen über die vor uns liegende schwierige Aufgabe geben, keine Grenze für die Anstrengung, die zu machen wir bereit sind. Dies sind in grundlegender Hinsicht die schwierigsten Friedensverhandlungen, mit denen ich jemals zu tun hatte. Aber die kurze Antwort darauf, dass wir immer noch hier sind, nachdem alle dachten, es sei vorbei, ist: Niemand wollte aufgeben.

Nach all den Jahren, so schwer die Probleme auch sein mögen, wollten sie nicht aufgeben - und ich denke auch nicht, dass wir aufgeben sollten. Also machen wir weiter.

Damit sie keine Schlüsse daraus ziehen können, werde ich mich an die Nachrichtensperre über die Details halten und dies auch weiterhin tun, wenn es auch sehr, sehr schwer ist." (APA)

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