16 Tote bei Selbstmordanschlag vor Gerichtsgebäude

26. Februar 2007, 09:48
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Auch Richter und Anwälte unter den Opfern des Anschlags - Quetta gilt als Operationsgebiet der Taliban

Islamabad - Nach dem Selbstmordanschlag in einem Gericht in Quetta im Südwesten Pakistans hat die Polizei 25 Verdächtige festgenommen. In der Nacht zu Sonntag sei es in der Hauptstadt der Provinz Beluchistan zu mehreren Razzien gekommen, berichtete der private Sender Geo TV. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 16, rund 30 Menschen wurden bei dem Anschlag während der Sitzungszeit des Bezirksgerichts verletzt. Unter den Opfern sind ein Richter und mehrere Anwälte.

Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für die Tat. In den vergangenen Wochen waren bei zahlreichen Selbstmordanschlägen in Pakistan mehr als 30 Menschen getötet worden.

In ersten Berichten aus Quetta war von drei Todesopfern die Rede gewesen. Ärzte sprachen später von elf Toten. Die Bombe sei während eines Gerichtsverfahrens explodiert. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AP, möglicherweise habe ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz gezündet.

Quetta gilt als Operationsgebiet der radikal-islamischen Taliban. In der Hauptstadt der Provinz Balutschistan sind immer wieder Anschläge verübt worden. Im Grenzgebiet zu Afghanistan werden auch Verstecke der radikal-islamischen Taliban-Kämpfer und von Al-Kaida-Mitgliedern vermutet. (APA/dpa/AP/Reuters)

  • Suche nach Beweismitteln vor dem durch den Anschlag verwüsteten Gebäude.

    Suche nach Beweismitteln vor dem durch den Anschlag verwüsteten Gebäude.

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