Renault tritt aus GPMA aus

13. März 2007, 14:37
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Franzosen wollen mit allen Herstellern zusam­menarbeiten - Weltmeis­terteam registrierte Rückstand auf Konkurrenz

Paris - Das Formel-1-Team Renault hat am Freitag seinen Ausstieg aus der Hersteller-Vereinigung GPMA bekannt gegeben. Denselben Schritt hatte Toyota schon im vergangenen August getan. Die Holding war 2001 als Gegenpol zum Automobil-Weltverband FIA gegründet worden, um bei Fragen des Reglements und der Finanzierung der Königsklasse mitreden zu können.

Im vergangenen Herbst hatten sich die beiden Parteien zwar grundsätzlichen auf gemeinsame Zukunftspläne verständigt, die GPMA wurde aber nicht aufgelöst. Zur Zeit gehören der Organisation die Hersteller DaimlerChrysler, BMW und Honda an. Renault begründete seinen Austritt mit dem Wunsch, "mit allen in der Formel 1 engagierten Herstellern zusammenzuarbeiten". Dazu zählen auch Ferrari und Toyota.

Der Austritt aus der GPMA sei laut Renault keinesfalls als eine Vorstufe zum Rückzug aus der Königsklasse zu verstehen. "Renault hat seine langfristige Verpflichtung gegenüber der Formel 1 jüngst bekräftigt, indem das Unternehmen seit Beginn der Saison 2007 als Motorenpartner für Red Bull Racing auftritt", betonten die Franzosen in einer Aussendung. Gemeinsames Ziel sei eine Steigerung des Unterhaltungswert bei gleichzeitiger Kostenreduzierung, die die Zukunft des Sports langfristig sichern soll.

Rückstand auf Topteams

Kurzfristig macht sich Renault hingegen Sorgen um seine Konkurrenzfähigkeit. Bei den bisherigen Testfahrten hat das Weltmeisterteam der vergangenen zwei Jahre einen kleinen Rückstand auf die beiden Topteams McLaren-Mercedes und Ferrari registriert.

"Wir sind nicht beunruhigt, aber wenn du nicht an der Spitze stehst, musst du ehrlich genug sein, das zuzugeben", erklärte Technikdirektor Pat Symonds rund ein Monat vor dem WM-Auftaktrennen am 18. März in Melbourne. (APA/Reuters)

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    Der neue Renault im gelb-weißen Gewand.

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