Ist das ein spunQ?

26. Februar 2007, 09:40
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Die Frage, die sich Pipi Langstrumpf stellte, wird mit freier Software aus Wien beantwortet - Neue Release spunQ 1.3 zum Download bereit

Bei den Linuxwochen 2006 wurde das Projekt spunQ erstmals in Wien vorgestellt. Mittlerweile hat das System den nächsten Release erreicht. Die Entwickler haben die Software, die vor allem für komplexe Webpräsentationen verwendet wird, in die Welt von Web 2.0 und Social Software gebracht. Zum Release wurde ein Blog eingerichtet und eine umfangreiche Dokumentation online gebracht.

Kurz zur Geschichte

Die Software, die bereits 1999 entstand, wurde 2005 von strg.at einem kompletten Rewrite unterzogen und in spunQ umbenannt. Der Name spunQ lehnt sich an eine Szene aus Pipi Langstrumpf an, in der sie eines Morgens das Wort "Spunk" erfindet und beschließt das passende Ding zum Wort zu finden. "Wir haben nach einem Namen für eine Software gesucht, die eigentlich ein Framework darstellt und mit der sehr viele unterschiedliche Projekte umgesetzt werden können. Dieses Problem erzählte ich meinen Nichten, die wie aus der Pistole geschossen meinten: 'Das ist ein Spunk wie bei der Pipi'. Damit war es auch schon beschlossen..." erzählen die Betreiber des Projekts. Angelehnt an Pipis Spunk entstand so "spunQ – the opensource database modeller". Seither wird das Framework in großen Webprojekten, Intranetlösungen und Communityportalen wie registeredcommons.org oder der Designplattform pureaustriandesign.com, die im Mai diesen Jahres in New York präsentiert wird, eingesetzt.

Ajax, Usability und die Ansätze für Web 2.0

strg.at als relativ junger Player im Opensource-Markt konnte im letzten Jahr das Entwicklungsteam der Software verstärken. Entsprechend sprudeln die Ideen und es wurde für die neue Version vor allem am Kern der Software und an der Usability des Interfaces gearbeitet. Die Objektrepräsentation wurde gesplittet und erlaubt es nun für EntwicklerInnen zusätzliche Metadaten auf Objektebene zu vergeben. Durch diese Änderungen musste auch das grundlegende Daten-Layout überdacht und überarbeitet werden ohne darauf zu verzichten, dass die Software auch von Laien nach einer kurzen Einschulung bedient werden kann.

Neuigkeiten

In die aktuelle Version sind nun eine Reihe von Ajax-Features eingeflossen, um die Webanwendung Desktop-Näher zu gestalten. So wurde eine LiveSearch eingebunden, die bereits während der Eingabe von Suchbegriffen Ergebnisse liefert. Community-Features wie Kommentare und Ratings waren bereits in den letzten Versionen vorhanden. Mittlerweile erlaubt das System die Abbildung des sozialen Gefüges von UserInnen, indem der so genannte "Shortest-Path" zwischen Personen errechnet wird. strg.at bietet zusätzlich zur Open Source Variante auch eine Reihe von kostenpflichtigen Tools und Erweiterungen an. Unter anderem steht ein Newsletter Tool zur Verfügung und XML-Schnittstellen fuer SAP und andere Systeme zur Verfügung.

Die Zukunft der Software

Die nächste Version 1.4 wird für den frühen Herbst 2007 geplant. Es soll weiter in Richtung Web 2.0 gearbeitet werden. "Auch wenn der Begriff sehr schwammig ist, beschreibt er eine neue Art das Internet zu verwenden und ist für uns daher immer wichtiger geworden". Bis dahin will man die Erfahrungen aus Projekten wie registeredcommons.org und pureaustriandesign.com nützen und ein eigenes Portal entwickeln. Das Zielpublikum sollen junge Eltern sein und mehr möchte strg.at über das Projekt, dass am 13. Mai 2007 online gehen wird auch noch nicht verraten. (red)

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