Generationswechsel in der Chefredaktion des STANDARD

4. April 2007, 12:24
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Alexandra Föderl-Schmid, bisher Leiterin Wirtschafts-Ressort, übernimmt Chefredaktion - Gerfried Sperl übergibt die Agenden am 1. Juli

Dr. Gerfried Sperl (65), geschäftsführender Chefredakteur der Qualitätszeitung seit 1992, übergibt seine Funktion mit 1. Juli 2007 an Dr. Alexandra Föderl-Schmid (36), bisher Ressortleiterin Wirtschaft. Dies gab Herausgeber Oscar Bronner Freitagvormittag der Redaktion und allen Mitarbeitern im Verlag bekannt. Die Entscheidung durch Herausgeber, Geschäftsführer, Chefredakteur und Eigentümer ist einstimmig erfolgt. Der Führungswechsel kam überraschend, spontan positiv nahmen die Nachricht auch die Mitarbeiter auf: Lang anhaltender Applaus begleitete die Ankündigung in den Prunkräumen des STANDARD. Oscar Bronner: "Das bestärkt uns in unserer Entscheidung."

Karrierestationen

Alexandra Föderl-Schmid hat beim STANDARD im Jahr 1990 als Innenpolitik-Journalistin in Linz begonnen. Noch während ihres Doktoratsstudiums (Publizistik) wechselte sie als Korrespondentin nach Berlin, von wo sie zwölf Jahre berichtete. Sie wirkte vor ihrer Berufung an die Spitze des Wirtschaftsressorts als Redakteurin in Brüssel. In Berlin war Föderl zwei Jahre lang als erste Frau in seiner immerhin hundertjährigen Geschichte Präsidentin des Vereins der ausländischen Presse in Deutschland. In Oxford forschte sie drei Monate im Rahmen des Alfred-Geiringer-Stipendiums der Austria Presse Agentur über die Auswirkungen der EU-Erweiterung auf Österreich. Darüber hinaus arbeitete Föderl im Rahmen der Carter-Foundation auch als Wahlbeobachterin in Südamerika.

Gerfried Sperl, der derzeit auch Vorstandsmitglied des Weltverbands der Chefredakteure ist, wird dem STANDARD erhalten bleiben: Ab Juli schreibt er eine wöchentliche Kolumne, die erfolgreichen "Montagsgespräche" leitet er auch in Zukunft, dem Verlag steht er als publizistischer Berater zur Verfügung. Über die künftige Chefredakteurin sagt Sperl: "Alexandra Föderl-Schmid hat die heute seltene Begabung, die heimatliche Situation genauso ernst zu nehmen wie internationale Probleme und die Notwendigkeit des kulturellen Diskurses."

Oscar Bronner dankte Gerfried Sperl für seine Pionierleistung seit Gründung der Zeitung: "Ohne Gerfried Sperl wäre der Standard nicht so, wie er ist. Er hat auch mitgeholfen, einige hervorragende potenzielle Nachfolger aufzubauen, aus denen wir gemeinsam die beste ausgewählt haben." (red/DER STANDARD, Printausgabe, 17./18.2.2007)

Chat-Nachlese
"Es gibt nichts, was in einer Qualitätszeitung nicht Platz hätte" - Alexandra Föderl-Schmid und Gerfried Sperl zu Gast im Chat
  • Alexandra Föderl-Schmid löst Gerfried Sperl an der Spitze des STANDARD ab.
    foto: standard/cremer

    Alexandra Föderl-Schmid löst Gerfried Sperl an der Spitze des STANDARD ab.

  • Lebenslauf von Alexandra Föderl-Schmid

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