Flöttls Bombe im Wahlkampf

20. März 2007, 12:42
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Im September hatte Flöttl behauptet, er habe der SPÖ über Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky "Beratungsgeld" zukommen lassen

Wien – Wolfgang Flöttl, ehemaliger Geschäftspartner der Bawag, hatte im Wahlkampf eine Bombe platzen lassen. Im September 2006 hatte Flöttl behauptet, er habe der SPÖ über Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky "mehr als einige 10.000 Euro" zukommen lassen. Die SPÖ sprach von einer "nie da gewesenen Schmutzkübelkampagne der ÖVP´". Später präzisierte Flöttl, dass er nur an Vranitzky selbst gezahlt habe – insgesamt eine Million Schilling.

Vranitzky bestätigte dies, bei der Summe habe es sich um "Beratungsgeld" gehandelt. "Die SPÖ hat davon keinen Groschen bekommen.´" Laut Vranitzky habe er 1999 umgerechnet 72.000 Euro für Beraterdienste erhalten und dies auch versteuert. Flöttl wiederum dementierte die Beratertätigkeit Vranitzkys.

SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hatte damals vermutet, dass sich Flöttl mit seinen Aussagen bei der Regierung beliebt machen wolle und sich von der Justiz Strafminderung erwarte. Was das Justizministerium zurückwies. BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler forderte einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss "zur Aufdeckung des Bawag/ÖGB/SPÖ-Sumpfes". (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.12.2007)

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