Gesundheitsstadträtin Wehsely gegen "Fixerstuben" und kontrollierte Heroin-Abgabe

25. Februar 2007, 18:34
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Erst wenn alle Fachleute es einstimmig fordern - Die Wiener Grünen werfen der Stadträtin Untätigkeit vor

Wien – Wie ihre Amtsvorgängerin Renate Brauner bleibt die neue Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPö) bei einer ablehnenden Haltung gegenüber "Fixerstuben", also Konsumräumen für Drogenabhängige. Erst wenn Fachleute Fixerstuben eindeutig forderten, würde sie darüber nachdenken. Das sei aber derzeit nicht der Fall. Auch die kontrollierte Abgabe von Heroin macht für Wehsely keinen Sinn, da die Droge leicht substituierbar sei.

Anderer Meinung sind die Wiener Grünen und warfen der Stadträtin Untätigkeit im Drogenbereich vor. Erfahrungen aus anderen Großstädten – etwa in der Schweiz, den Niederlanden oder Deutschland, die sowohl Fixerstuben als auch kontrollierte Heroin-Abgabe eingeführt haben – würden zeigen, dass die Zahl der Todesfälle und die Beschaffungskriminalität deutlich zurückgegangen seien. (kri, DER STANDARD - Printausgabe, 17./18. Februar 2007)

  • Die neue Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely setzt die Politik ihrer Vorgängerin fort.
    foto: der standard/urban

    Die neue Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely setzt die Politik ihrer Vorgängerin fort.

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