UN-Generalsekretär warf Präsident al Baschir Wortbruch vor

5. März 2007, 16:48
posten

Ban Ki Moon. "Ich bin sehr enttäuscht" - Wegen Streits um Einreise von Menschenrechts- Experten

New York - Im Streit um die Einreise von sechs Menschenrechtsexperten in den Sudan hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dem sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir Wortbruch vorgeworfen. Bashir habe ihm persönlich zugesagt, dass er der Gruppe Visa erteilen würde, sagte Ban am Donnerstag in New York vor Journalisten. "Ich bin sehr enttäuscht von der sudanesischen Regierung." Die Gruppe soll im Auftrag der Vereinten Nationen Menschenrechtsverletzungen in der sudanesischen Krisenregion Darfur untersuchen.

Die UN-Expertengruppe unter Leitung von Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams sitzt in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba fest, weil sie keine Einreiseerlaubnis in den Sudan bekommt. Das sei sehr enttäuschend für ihn, sagte Ban. Er forderte die Regierung in Khartum auf, voll mit dem UN-Menschenrechtsrat zusammenzuarbeiten.

Vorbehalte gegen früheren Hochkommissar für Menschenrechte

Der Gruppe gehören neben Williams noch der UN- Sonderberichterstatter Sima Samar, das estnische Parlamentsmitglied Mart Nutt, der frühere amtierende Hochkommissar für Menschenrechte, Bertrand Ramcharan, UN-Botschafterin Patrice Tonda aus Gabun sowie der indonesische UN-Botschafter Makarim Wibisono an. Die Vorbehalte richten sich offensichtlich gegen Ramcharan, den die Regierung in Sudan für befangen hält. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon: "Ich bin sehr enttäuscht von der sudanesischen Regierung."

Share if you care.