Faymann wirbt um Verständnis für heimische Transitprobleme

22. März 2007, 17:01
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Verkehrsminister in Berlin zu deutschem Amts­kollegen: "Viele Länder können sich Österreichs Transitproblematik gar nicht vorstellen"

Berlin - Die deutsche EU-Präsidentschaft zeigt Verständnis für die Transitprobleme in Österreich. Verkehrsminister Werner Faymann hat am Mittwoch in Berlin seinen Antrittsbesuch beim deutschen Kollegen Wolfgang Tiefensee Mittwochabend in Berlin absolviert. Faymann schilderte im Anschluss seinen Eindruck, dass es in Berlin großes Verständnis für die österreichische Position gebe und dass Tiefensee den Klimaschutz und die ökologische Bedeutung von Umweltschutz besonders ernst nehme.

"Die Verlagerung auf die Schiene sowie Forderungen an die Autoindustrie standen im Mittelpunkt unserer Gespräche. "Ich bin froh, dass ich bei diesem informellen Besuch so guten Kontakt gefunden habe, und hoffe, dass ich viele Dinge, die in Zukunft auch die EU-Kommission betreffen, mit Tiefensee vorbesprechen kann. In Zukunft kann man in einem kurzen Telefonat die Interessen Österreichs stärker betonen." Das sei für Österreich wichtig und nicht selbstverständlich. "Es gibt viele Verkehrsminister der EU-Mitgliedsstaaten, die sich diese Probleme des Transits in der Alpenregion gar nicht vorstellen können", so Faymann.

Themen waren auch verschiedene Modelle, wie man für Lkw entweder durch eine zusätzliche Maut oder durch sektorale Fahrverbote, Nachtfahrverbote, Verbote in der Alpenregion Maßnahmen setzen müsse. Faymann lud Tiefensee zu einem Besuch nach Wien ein, der Termin steht noch nicht fest. Zur Vorbereitung überreichte er ihm einen Architekturband über Wien und eine CD vom Neujahrskonzert. Infolge der deutschen EU-Präsidentschaft in diesem Halbjahr rechnet Faymann mit zahlreichen weiteren Treffen auch außerhalb Wiens.

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    Werner Faymann

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