USB-Sticks: Nur jeder Fünfte ist verschlüsselt

26. Februar 2007, 09:45
3 Postings

Bewusstsein für Datensicherheit auch in Großunternehmen unterentwickelt - Sicherheitsrisiko "Mobiles Arbeiten"

Obwohl sich mobile Speichermedien wie USB-Sticks und Speicherkarten auch im Geschäftsleben großer Beliebtheit erfreuen, ist ein Großteil der Speicherinhalte - dazu zählen auch geschäftskritische Daten - nicht konsequent gesichert. Nur jedes fünfte Speichermedium ist derzeit komplett verschlüsselt. Darüber hinaus haben nur wenige Arbeitgeber unumgängliche Sicherheitsrichtlinien für das Speichern, Bearbeiten und Übertragen von Daten eingeführt. Das geht aus einer heute, Donnerstag, vorgestellten Umfrage des Sicherheitsspezialisten Utimaco hervor.

"Die finanziellen, immateriellen und sicherheitstechnischen Konsequenzen, die ungeschützte Datenträger bei Verlust oder Diebstahl nach sich ziehen können, sind kaum bezifferbar", warnt Nadine Szünder, Marktanalystin bei Utimaco. Bevorzugte Speicherinhalte sind nämlich neben Fotos vor allem geschäftskritische Daten wie Kundeninformationen, Finanzzahlen oder Vertragsdetails. Dabei gaben nur 7,3 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen über verbindliche Sicherheitsrichtlinien verfügt. Immerhin 11,9 Prozent der Firmen haben zumindest eine Sicherheitslösung im Einsatz, die automatisch Daten absichert, die auf Speichermedien übertragen werden und eventuell das Unternehmen verlassen. Problematisch sind Utimaco zufolge auch die zunehmend geläufigeren Speicherkapazitäten von bis zu zwei Gigabyte, mit denen die gesamten Inhalte von Datenbanken oder komplexe Konstruktions- und Entwicklungsdaten unbemerkt kopiert und nach außen getragen werden könnten.

Nichts Neues, aber...

"Besonders in Großunternehmen sollte nicht nur das Bewusstsein für Datensicherheit ausgeprägt sein, sondern auch konzernweit eine unumgängliche Security-Policy umgesetzt werden", fordert Szünder. Zwar sei der Missbrauch geschäftssensibler oder persönlicher Daten kein neues Phänomen. "Dennoch sind diese Daten durch die Masse an Speichermedien viel stärker und zumeist ungeschützt im Umlauf", so die Expertin. Als möglichen Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Definierung von Sicherheitsrichtlinien und dem Einsatz von Sicherheitssoftware hat Utimaco die mögliche Einschränkung beim Datenaustausch mit Geschäftspartnern und Kunden ausgemacht.

SafeGuard

Dieses Problem soll nach Unternehmensangaben mit der erst Ende Januar vorgestellten Sicherheitslösung SafeGuard Removable Media umgangen werden können. Die Software soll die Daten auf den Speichermedien vor unautorisiertem Zugriff schützen. "Ohne das richtige Kennwort findet man auf dem Speichermedium nur einen Datensalat", so eine Utimaco-Sprecherin. (pte)

Links

Utimaco

  • Artikelbild
    pte
Share if you care.