Schülerbeihilfen sollen erhöht werden

3. Juli 2007, 10:19
3 Postings

Erste Anhebung seit 1999: Im kommenden Schuljahr soll um 15 Prozent mehr gefördert werden - Gesetzes­novelle noch in Begutachtung

Wien - Die Schülerbeihilfen sollen ab dem kommenden Schuljahr erstmals seit 1999 wieder erhöht werden. Dies sieht eine Novelle zum Schülerbeihilfengesetz vor, die bis zum 5. März in Begutachtung ist. Demnach wird die Beihilfenhöhe entsprechend der Inflation der vergangenen acht Jahre um rund 15 Prozent angehoben. Durch die gleichzeitige Erhöhung der Einkommensgrenzen wird außerdem eine Ausweitung des Bezieherkreises um zehn Prozent erwartet.

Mehrausgaben

Die Mehrkosten dieser Maßnahme werden für das Jahr 2007 mit 2,38 Mio. Euro beziffert, ab dem kommenden Jahr werden Zusatzkosten von 11,9 Mio. Euro jährlich erwartet. Für 2007 werden laut Entwurf Gesamtkosten für die Schülerbeihilfe von 37,38 Mio. Euro veranschlagt, ab 2008 46,9 Mio. Euro.

1.130 Euro jährlich

Derzeit beziehen knapp 30.000 Schüler Schul- und Heimbeihilfe. Die durchschnittliche Beihilfenhöhe beträgt im Moment jährlich 778 Euro (Schulbeihilfe), 1.056 Euro (Heimbeihilfe) bzw. 1.870 Euro (Schul- und Heimbeihilfe). Ab September soll der Grundbetrag bei der Berechnung der Schulbeihilfe von 982 auf 1.130 Euro im Jahr steigen und bei der Heimbeihilfe von 1.200 auf 1.380. Diese erhöhen sich bei Vorliegen von besonders berücksichtigungswürdigen Umständen wie dem Tod der Eltern oder Behinderung und vermindern sich um die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern, Ehegatten bzw. bei eigenem Einkommen des Schülers.

Unterstützung für HeimschülerInnen

Schulbeihilfe bzw. Schul- und Heimbeihilfe erhalten Schüler ab der zehnten Schulstufe, wenn sie sozial bedürftig sind, einen günstigen Schulerfolg nachweisen und die entsprechende Schulstufe noch nicht besucht haben. Heimbeihilfe bekommen Schüler der neunten Schulstufe, die auf Grund der zu großen Entfernung zum Zwecke des Schulbesuchs außerhalb des Wohnortes der Eltern wohnen. Auch bei ihnen müssen soziale Bedürftigkeit und ein günstiger Schulerfolg vorliegen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ab Herbst könnte sich das Taschengeld der Jugendlichen erhöhen, denn die SchülerInnenbeihilfen sollen erstmal seit acht Jahren angehoben werden.

Share if you care.