St. Pölten will hoch hinaus

2. März 2007, 14:07
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Gespräche bezüglich Stadionbau weit fortgeschritten, Spatenstich frühestens 2008 - SKN St. Pölten soll Red Zac-Ligist werden

St. Pölten - Der Bau eines Fußballstadions in St. Pölten ist vorerst noch von einem Finanzierungsgespräch abhängig. Seitens des Landes seien die "Hausaufgaben erledigt", auch der Bund konnte als Partner ins Boot geholt werden. Wie die niederösterreichische Landesrätin Petra Bohuslav (V) bei einer Pressekonferenz in St. Pölten am Donnerstag ausführte, ist noch das Gespräch mit St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (S) ausständig.

Stadler zeigte sich zuversichtlich, "dass bei gutem Willen aller Beteiligten eine Lösung erzielt wird. Ein Gesprächstermin ist bereits terminisiert", hieß es in einer Aussendung der Medienstelle der NÖ Landeshauptstadt am Donnerstag. Er signalisierte ein klares "Ja" zu konstruktiven Gesprächen, gab sich jedoch weniger erfreut, dass Verhandlungsrunden über die Titelseiten von Medien laufen würden.

Image

Stadler verwies darauf, wonach das "Land und die Gemeindeaufsicht [...] unsere finanziellen Möglichkeiten" kennen würden. Durch ein Projekt dürften "nicht andere ebenfalls wichtige Vorhaben für die Bevölkerung gefährdet werden. Etwa die Belebung der Innenstadt oder eine den Erfordernissen angepasste Veranstaltungs- und Kongresshalle", betonte Stadler. "Ja, wir wollen alle ein Stadion, es gehört zum Image einer Landeshauptstadt. Aber die Stadt darf deswegen nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten", meinte der St. Pöltner Bürgermeister.

Für das Stadion, das auf dem Areal bei der NÖ Landessportschule entstehen soll, sind Kosten von 27 Millionen Euro veranschlagt, wovon Bund, Land und Stadt je ein Drittel zahlen sollen. Der Spatenstich könnte nach der finanziellen Einigung frühestens 2008 erfolgen. Die Spielstätte soll 10.000 Sitzplätze beinhalten, diese wiederum zu 70 Prozent überdacht sein. Die Bauzeit betrage 14 bis 18 Monate.

Unabhängig von der Finanzierungsfrage sind für St. Pölten ehrgeizige Ziele avisiert. Durch den Bau des Stadions, vom Land gebe es "ein klares Bekenntnis dazu", wie Bohuslav meinte, soll in der niederösterreichischen Landeshauptstadt eines von drei Ballsportzentren in Österreich entstehen. Die Grundvoraussetzung sei durch die Landessportschule schon erfüllt.

Positive Stimmung

Die St. Pöltner stehen dem geplanten Stadienbau einer Umfrage zu Folge sehr positiv gegenüber. Für 77,7 Prozent der rund 400 Befragten gewinne der Freizeitsektor in der Region klar an Attraktivität, 64 Prozent sahen einen "wichtigen Impuls für den Fußball", so Bohuslav. 70 Prozent sprechen dem Stadionprojekt die "ungeteilte Zustimmung" aus, meinte die Landesrätin.

Neben den erwarteten wirtschaftlichen Impulsen soll es auch sportlich mit dem SKN St. Pölten aufwärts gehen. Der Verein, der derzeit seine Heimspiele auf dem Voith-Platz austrägt, würde seine Matches dann in dem neuen Stadion absolvieren. Der Klub, momentan in der Regionalliga Ost, soll in drei bis fünf Jahren in die Red Zac Liga aufsteigen. Um dies zu realisieren, soll es auch ein Entwicklungskonzept für den Verein geben. (APA)

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