Bio-Mühle mahlt mit Hightech

7. März 2007, 14:25
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Jedes Korn wird fotografiert

Lichtenwörth – Rein äußerlich unterscheidet sich die Mühle der Familie Hofer in Lichtenwörth bei Wiener Neustadt nicht von anderen Betrieben ihrer Art. Ende 2003 jedoch entschloss sich Mühlenbetreiber Hans Hofer von konventioneller Mehlproduktion auf die Erzeugung von Bio-Mehl umzusteigen. Dabei wird ausschließlich Getreide verarbeitet, das biologisch angebaut und gelagert wird. „Die Kundschaft wechselte immer mehr vom kleinen Bäcker hin zu Großbetrieben und Supermärkten. Die biologische Produktion war für uns die einzig sinnvolle Strategie, den Standort in Zukunft zu sichern“, sagt Hans Hofer.

Um garantiert „sauberes“ Getreide zu haben, kommt in der Mühle, zusätzlich zu gängigen Reinigungsverfahren, ein Fotoausleser zum Einsatz. Jedes Korn wird fotografiert und bei einer Normabweichung ausgeschieden. Zu den Kunden des Familienbetriebs zählen etwa die Wiener Bäckerei-Ketten Ströck und Ankerbrot sowie die Rewe-Biomarke Ja!Natürlich.

Wichtig für diese Kunden sei Transparenz. Die Hofer-Mühle vertraut dabei auf den „BioStockManager“ der Softwarefirma Fab4minds. Dieser dokumentiert jeden Verarbeitungsschritt bei der Mehlproduktion. Alle Daten über das Getreide sind hier für die Verarbeitungsbetriebe sichtbar und nachzuverfolgen. Die Abnehmer können dabei via Internet jederzeit die Qualität ihrer Ware abrufen. (jep, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.2.2007)

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