Mit Wasser, Abfall und Energie zum Erfolg

20. April 2007, 12:23
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Für Investoren und Privatanleger sind die Themen Umweltschutz, Corporate Governance sowie soziale Aspekte bei ihren Veranlagungen wichtiger geworden

Für Investoren und Privatanleger sind in den vergangenen Jahren – neben finanziellen Kriterien – die Themen Umweltschutz, Corporate Governance sowie soziale Aspekte bei ihren Veranlagungen wichtiger geworden. Das Angebot an so genannten SRI-Produkten (Socially Responsible Investments) nimmt zu.

Seit mehreren Jahren bietet der französische Asset Manager BNP Paribas SRI-Produkte an und verwaltet mittlerweile ein Vermögen von sechs Milliarden Euro in dieser Assetklasse. In den vergangenen vier Jahren habe man mit einer umweltfreundlichen Veranlagung gut verdienen können, sagt Eric Borremans, Head of Sustainable & Responsible Investments bei BNP Paribas Asset Management im Gespräch mit dem Standard. Borremans: "Die gestiegenen Kosten für Energie, der starke Anstieg beim Ölpreis und die politischen Diskussionen zum Thema Energieversorgung waren gute Preistreiber für Aktien aus dem alternativen Energiebereich und der Umwelttechnologie."

Risikokomponente nicht vergessen

Obwohl sich SRI-Veranlagungen in den vergangenen Jahren gut entwickelt haben, dürfe auf eine Risikokomponente nicht vergessen werden. Meist werde in kleinere Unternehmen, die sich mit Umwelttechnologien oder etwa alternativer Energie beschäftigen, investiert. Kleinere Unternehmen spüren schwierige Zeiten wiederum stärker als große. Einen Auftrieb habe das Thema SRI laut Borremans auch dadurch bekommen, dass Pensionsfonds vor rund sechs Jahren begonnen haben, in diese Idee zu investieren. Einen Anlagehorizont von fünf bis zehn Jahren für SRI sollten auch Privatanleger berücksichtigen.

Fusionen stärken

Als Unterstützung arbeitet BNP Paribas im SRI-Bereich mit Bruce Jenkyn-Jones, Director of Investments bei Impax, einem Spezialisten für ökologische Märkte, zusammen. Jenkyn-Jones verwaltet den vom französischen Asset Manager aufgelegten Parworld Environmental Opportunities-Fonds. Jenkyn-Jones sieht im Bereich der nachhaltigen Investments nicht nur auf Grund der globalen Erwärmung und der kontinuierlich steigenden Marktkapitalisierungen Chancen. Auch die Fusionen, die Global Player, wie etwa General Electrics, in diesem Bereich anstreben, sorgen für Aufwind. Diese versu-chen mit hochspezialisierten Nischenanbietern ihr Produktangebot z.B. im Bereich der erneuerbaren Energie aufzubauen oder zu komplettieren. Als zukunftsträchtige und lohnende Bereiche nennt Jenkyn-Jones die Branchen Energie, Wasser und die Abfallindustrie.

Mit positiver Tendenz hat das neue Jahr für die heimischen Vinis-Fonds, die nachhaltigen Produkte der Erste-Sparinvest, begonnen. Der ESPA Vinis Stock Europe legte im Jänner 0,05 Prozent zu, der ESPA Vinis Stock Austria 0,41 Prozent und der ESPA Vinis Bond lag 0,08 Prozent im Plus. Der ESPA Vinis Stock Global gab durch einen stärkeren US-Dollar 0,22 Prozent ab. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.2.2007)

  • Geld investieren und dabei auf die Umwelt achten ist eine Strategie, die bei Anlegern immer beliebter wird. Die Bereiche Wasser, Abfall und Energie versprechen gute Chancen
für hohe Erträge. Ganz ohne Risiko ist 
diese Strategie jedoch nicht.
    foto: rogner

    Geld investieren und dabei auf die Umwelt achten ist eine Strategie, die bei Anlegern immer beliebter wird. Die Bereiche Wasser, Abfall und Energie versprechen gute Chancen für hohe Erträge. Ganz ohne Risiko ist diese Strategie jedoch nicht.

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