Julia Mancuso führt

13. Februar 2007, 20:23
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Hosp als beste ÖSV-Dame 4., Pärson 7. - Zettel und Kirchgasser 1,39 Sekunden - Schild ausgeschieden

Aare - Abfahrts-Bronzemedaillengewinnerin Nicole Hosp ist die große und wohl einzige Chance des ÖSV auf eine Medaille im WM-Riesentorlauf der Damen in Aare, die Tirolerin liegt nach dem ersten Durchgang mit 25/100 Sekunden Rückstand auf die führende US-Amerikanerin Julia Mancuso auf dem vierten Platz. Kathrin Zettel hat als 13. schon 1,02 Sekunden Rückstand, Michaela Kirchgasser als 19. bereits 1,39. Marlies Schild schied nach einem Verschneider aus.

Die Top Sechs nach dem ersten, sehr fair und rund von Anders Pärson gesteckten Lauf des ersten technischen Bewerbes bei den Titelkämpfen in Mittelschweden liegen innerhalb von 29/100 Sekunden, gleich dahinter lauern in der dreifachen Aare-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Anja Pärson aus Schweden (0,44) und der Finnin Tanja Poutiainen (0,54) aber noch zwei Läuferinnen, die zu beachten sind.

Hosp: "Es ist glatter geworden"

Die Bichlbacherin Hosp erwischte keinen optimalen Lauf, der Schnee sei weniger aggressiv gewesen als in den Rennen zuvor. "Es ist glatter geworden. Es ist brutal knapp und noch alles drinnen", meinte sie mit einem Blick auf die Konkurrentinnen vor, aber auch hinter ihr. Für den zweiten Lauf gäbe er nur eines: "Vollgas angreifen."

Nicht erklären konnte sich ihren Rückstand die Salzburgerin Kirchgasser: "Ich habe keine Ahnung, das müssen mir die Trainer sagen, was da los war. Mit dem Rückstand, da müssten jetzt schon die anderen auch Fehler machen, aber das kann ja schnell gehen, wie man beim Verschneider von der Marlies gesehen hat." Die Niederösterreicherin Zettel ist nicht ganz fit, eine Verkühlung und starker Husten plagen sie seit ein paar Tagen. "Das ist natürlich alles andere nicht optimal. Bei meiner Fahrt hatte ich keinen Fehler drinnen, aber der Lauf war eher auf der braveren Seite."

Schild schmerzvoll gestürzt

Slalom-Hoffnung Schild klagte nach dem Verschneider, der sie unsanft aus dem Rennen beförderte, über Hüftschmerzen: "Die Schmerzen sind größer als die Enttäuschung, aber das passt schon. Ich wollte alles geben und riskieren, das ist ein schöner blauer Fleck, aber das wird schon wieder." Der Sturz sei unvermeidlich gewesen: "Ich habe nichts tun können, die Kanten haben gegriffen und dann ist es dahin gegangen." Auch ihr Freund Benjamin Raich analysierte ähnlich: "Das geht auf diesem Schnee sehr schnell."

Hinter Riesentorlauf-Olympiasiegerin Mancuso liegen die zeitgleichen Sarka Zahrobska (CZE) und Genevieve Simard (CAN/beide +0,13) sowie die ebenfalls zeitgleichen Hosp und Anna Ottosson (je +0,25), die ein schwedisches Trio mit Maria Pietilä-Holmner (0,29) und Anja Pärson (0,44) anführt. Der zweite Lauf geht ab 20:00 Uhr in Szene.(APA)

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