Dichand will mit Gratismagazin "Live" Break Even in drei Jahren erreichen

28. Februar 2007, 13:34
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Im Herbst soll das Hochglanzheft an ÖAK teilnehmen - "Krone"- Journalisten werden "ausgeborgt"

Eva Dichand ist sich sicher, dass ihr neues Baby, das Gratismagazin "Live - Heute das Beste der Woche" funktionieren wird. Ab März soll es Freitag für Freitag in Wien und Niederösterreich die "Heute"-Ständer in U-Bahn- und Bahnstationen sowie an öffentlichen Plätzen füllen. Im Herbst soll "Live" bereits an der Österreichischen Auflagenkontrolle teilnehmen und in "weniger als drei Jahren" soll der Break Even erreicht sein. Das stellte die "Heute"- beziehungsweise "Live"-Geschäftsführerin am Montagabend im Wiener ZigarrenKlub in Aussicht.

"Krone" Journalisten schreiben für "Live"

Zum Erfolg des rund 80 Seiten starken Hochglanzmagazins sollen "gutes Papier", "interessante" aber nicht hoch politische Inhalte und eine rund 30-seitige Fernsehbeilage beitragen. Pro Ausgabe sind außerdem je zwei längere Reportagen geplant, für die sich Dichand unter anderem namhafte Journalistinnen aus der Werkstätte ihres Schwiegervaters Hans Dichand - der "Kronen Zeitung" - ausleiht, darunter Marga Swoboda oder Nadia Weiss. Gegen einen Zustelltarif soll das Magazin auch direkt ins Haus geliefert werden, so der Plan. Werbekunden hätten bereits reges Interesse signalisiert, berichtete Eva Dichand.

Im Gepäck hatte die Mediendame eine erste Nullnummer von "Live", von deren Cover Angelina Jolie und Brad Pitt als "Traumpaar im Glück" selig lächeln. Weitere Themen sind der Opernball und die Frage "Wie Paris Hilton Operndiva Anna Netrebko die Show stiehlt", ein "Uni-Report" über "Albtraum-Jobs: So verkaufen sich Studenten" und ein Bericht über die Burgtheater-Wiederaufnahme von "Nathan der Weise" mit Klaus Maria Brandauer.

"Heute" nicht zu Lasten von Kaufzeitungen

Dass die wachsende Anzahl an Gratiszeitungen den Kaufzeitungen die Leser wegnehmen würde, glaubt Dichand übrigens nur bedingt. In Summe glaube sie, dass "Heute bis jetzt nicht zu Lasten von Kaufzeitungen gegangen ist". Als große Gewinner der momentanen Medienlandschaft bezeichnete sie Tageszeitungen mit einer starken Sonntagsausgabe sowie Special Interest Magazine. (APA)

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