Kooperation zwischen Microsoft und Novell macht deutliche Fortschritte

24. April 2007, 15:26
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Konkrete Pläne in den Bereichen Virtualisierung, Interoperabilität und Server-Management präsentiert

Im vergangenen November hatten Microsoft und Novell ein viel beachtetes - und heftig umstrittenes - Abkommen unterzeichnet. Viel von dem, was damals festgelegt wurde, waren vor allem Absichtserklärungen, einige Monate später scheint sich das Ganze nun zunehmend mit Leben zu erfüllen.

Virtulell

Den fraglos zentralen Teil der Kooperation stellt dabei weiterhin der Bereich Virtualisierung dar. So soll der SUSE Linux Enterprise Server 10 mit seinem in den nächsten Wochen geplanten Service Pack 1 für den Microsoft Virtual Server 2005 R2 als Gastbetriebssystem fit gemacht werden.

Andersrum

Umgekehrt soll der Longhorn Server von Microsoft als paravirtualisiertes Gast-OS unter Linux und Xen laufen, wenn er einmal verfügbar ist. Etwas später soll es dann noch möglich sein den SLES 10 direkt auf Mirosofts Hypervisor Viridian - der rund ein halbes Jahr nach dem Longhorn Server nachgereiht werden soll - laufen zu lassen.

Interoperabilität

Ein weiterer wichtiger Punkt bei dem Abkommen war die Verbesserung der Interoperabilität zwischen Windows und Linux in gemischten Umgebungen. Gerade der Austausch von Dokumenten nimmt dabei eine bedeutende Rolle ein. Das unlängst veröffentlichte Word-Plugin für OpenDocument-Dateien, das übrigens von Microsoft finanziert in einem Open Source-Projekt entwickelt wird, soll mit einem im Mai kommenden Office Service Pack an alle KundInnen ausgeliefert werden.

Umgebaut

Später sollen noch Konvertierungstools für Präsentationen und Tabellenkalkulationen folgen. Auf der anderen Seite will Novell in Kürze einen Konverter für seinen SUSE Linux Enterprise Desktop ausliefern, mit dem Word-Dateien direkt ins OpenDocument-Format umgewandelt werden können.

Management

Gemeinsame Wege sollen auch beim Server-Management beschritten werden: So entwickelt Novell derzeit an einer freien Implementation der Web-Services-for-Management-Spezifikation (WS-Management). Da auch Microsoft diese künftig unterstützen will, sollen Windows- und Linux-Rechner gemeinsam zentral administriert werden können.

Roadmap

Noch keinen konkreten Pläne hat man in den ebenfalls zur Zusammenarbeit vorgesehenen Bereichen Identity Management und Directory Services. Hier sollen entsprechende Roadmaps bis zum Sommer folgen. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Novell-Boss Ron Hovsepian und Microsoft CEO Steve Ballmer bei der Unterzeichnung des Abkommens im vergangenen November

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