Sony kürzt Chip-Investitionen

16. März 2007, 13:29
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Ausgaben der vergan­genen drei Jahre im Chip-Bereich lagen bei 2,9 Milliarden Euro - PlayStation 3 unter "Wii"-Verkaufszahlen

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Sony will seine Investitionen in die Chipherstellung deutlich kürzen. Zugleich erwägt das Unternehmen, die nächste Generation von Prozessoren für seine Spielekonsole PlayStation 3 nicht selbst zu produzieren. Sony-Vorstand Yutaka Nakagawa, der für das Halbleitergeschäft zuständig ist, sagte am Dienstag, der Konzern werde seine Ausgaben von umgerechnet rund 2,9 Mrd. Euro in den vergangenen drei Jahren deutlich zurückschrauben.

Er fügte hinzu, die sogenannten "Cell"-Prozessoren mit einer Schaltkreisgröße von 45 Nanometer könnten außer Haus gefertigt werden. Sony stellt diese Rechenkerne zwar bereits her, verwendet dafür allerdings noch die älteren 90- und 65-Nanometer-Technologien.

Der Absatz der PlayStation 3, die mit Verzögerung auf den Markt kam, blieb zuletzt deutlich hinter den Verkaufszahlen der Konsole "Wii" des Konkurrenten Nintendo zurück. Die Konsole "Wii" verkaufte sich dem Fachmagazinverlag "Enterbrain" zufolge im Jänner fast drei Mal so häufig wie die neue, mehr als doppelt so teure PlayStation 3. Kritikern zufolge floppt die Sony-Konsole bisher auf Grund des zu hohen Verkaufspreises und einem Mangel an verfügbaren Spielen. In Deutschland ist eine PlayStation 3 ab rund 600 Euro zu haben, während das Nintendo-Gerät bereits ab 250 Euro angeboten wird. (APA/Reuters)

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