Fujitsu Siemens: "Wollen zurück in die Rechenzentren"

8. März 2007, 11:32
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Österreichtochter: 2006 erstmals über 100.000 Geräte verkauft

Fujitsu Siemens Computers (FSC) hat im vergangenen Jahr in Österreich entgegen dem allgemeinen Markttrend kräftige Zuwächse erzielt. Laut aktuellen IDC-Zahlen konnte das Unternehmen 2006 bei Desktops, Notebooks und Servern um 14,4 Prozent zulegen. Der österreichische Gesamtmarkt verzeichnete dagegen lediglich ein Plus um 4,7 Prozent. "Wir konnten erstmals mehr als 100.000 Einheiten absetzen, haben unseren dritten Platz am Markt gestärkt und uns näher an den Zweiten herangepirscht", so Wolfgang Horak, Managing Director von FSC Österreich, im pressetext-Interview. Nun macht FSC bei den Servern für Rechenzentren mobil.

Ausrichtung

Für das gute Ergebnis macht Horak vor allem die hohe Qualität der Produkte und die stärkere Ausrichtung auf die Kunden verantwortlich. In den vergangenen Monaten sei es FSC gelungen, die Produktivität zu erhöhen sowie Marketing und Vertrieb zu stärken. Während FSC im Schlussquartal im Consumer-Bereich um 75,4 Prozent zulegen konnte, hat das Unternehmen laut den IDC-Zahlen im Segment der strategisch wichtigen Server im Rechenzentrum als einziger der Top-3-Anbieter überhaupt Wachstum verzeichnet und den zweiten Rang erobert. "Wir wollen FSC zurück in die Rechenzentren bringen", so Horak. Dies sei enorm wichtig für die Zukunft als Infrastrukturanbieter.

Infrasruktur

"Von unseren zwei Standbeinen ist die Ausrichtung als Infrastrukturanbieter sicherlich das dickere", betont Horak. In diesem Bereich liefert das Unternehmen Produkte und Services für Rechenzentren. Allerdings sei auch der Verbraucherbereich wichtig, weil dort mittlerweile auch kleine Rechenzentren entstünden. Ende 2006 hat FSC Österreich von der Konzernmutter den Auftrag zum Aufbau eines neuen Kompetenzzentrums für Rechenzentren in Wien erhalten. Derzeit werden Mitarbeiter akquiriert. Mit der Eröffnung rechnet Horak im April dieses Jahres.

Auf dem österreichischen Markt hat Fujitsu Siemens laut IDC mittlerweile einen Marktanteil von 9,7 Prozent erreicht. Nun steht weiteres Wachstum auf dem Programm. "In den kommenden drei Jahren wollen wir weitere drei bis vier Prozentpunkte zulegen", so Horak gegenüber pressetext. In das erste Quartal 2007 sei man bereits sehr gut gestartet, so dass für das laufende Jahr weitere Steigerungen zu erwarten seien. Das neue Windows-Betriebssystem Vista habe dagegen noch nicht die vom Markt erhoffte Aufwärtsbewegung ausgelöst. "Genauso wenig wie es vor Weihnachten einen Einbruch gegeben hat, so haben wir bisher noch keine stärkere Nachfrage wegen Vista bemerkt", so Horak. Allerdings sei in Österreich die Nachfrage nach Desktops oder Notebooks derzeit ohnehin hoch. (pte)

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