Sickl revidiert:

19. Juli 2000, 16:57

Keine Anhebung des Pensionsalters

Wien - Sozialministerin Elisabeth Sickl hat am Mittwoch im Bundesrat ihre in einem APA-Interview angestellten Überlegungen, langfristig über eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters nachzudenken, zurückgezogen. "Ich weise mit aller Entschiedenheit zurück, dass ich einen Vorstoß oder Vorschlag in Richtung Erhöhung des Pensionsalters gemacht hätte", so Sickl.

Im Gespräch mit einem APA-Redakteur habe sie "auf die europaweite Pensionsdebatte, besonders die Entwicklung in Deutschland hingewiesen, wo ein Pensionsantrittsalter von 67 Jahren zur Diskussion steht. Vor diesem Hintergrund habe ich klargemacht, dass die Pensionsreform 2000 in Österreich mit einer Anhebung des Antrittsalters für Frühpensionen von eineinhalb Jahren vergleichsweise maßvoll ist", sagte Sickl im Bundesrat.

In dem am vergangenen Sonntag veröffentlichten APA-Interview hatte Sickl auf eine entsprechende Frage erklärt, dass europaweit über eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters nachgedacht werde. In Deutschland sei ein Pensionsalter von 67 Jahren im Gespräch und auch der Experte Bert Rürup habe dies vorgeschlagen. Daraus hatte Sickl gefolgert, dass man sich auch in Österreich Gedanken darüber machen werde und gemeint, dass es ohne Anhebung nicht gehen werde. In dieser Legislaturperiode werde es aber nicht mehr dazu kommen. Sickls Äußerungen in dem Interview waren bei allen Parteien auf heftige Ablehnung gestoßen. Die APA-Austria Presse Agentur weist Aussagen von Sozialministerin Elisabeth Sickl (FPÖ), sie sei bei der Wiedergabe eines Interviews mit einem APA-Redakteur nicht korrekt zitiert worden, zurück. (APA)

Share if you care.