Schweizer streiten um Marke "Raclette"

12. März 2007, 09:25
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2003 entschied das Bundesamt für Landwirtschaft, dass nur Käse aus dem Wallis den Namen "raclette" tragen darf - eine Bestimmung, die auf heftigen Widerstand stieß

Wien - Der in der Schweiz schon seit vielen Jahren andauernde "Raclette-Streit" geht in seine nächste Runde. Nach einer Aussetzung der Verfahren seit vergangenem November verlangt das Schweizer Bundesgericht nun bis Montag Auskunft über den Stand der Einigungsbemühungen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft entschied 2003, dass nur noch Käse aus dem Wallis den Namen "Raclette" tragen darf. Diese Bestimmung stieß auf Widerstand, wird doch der Großteil des Raclette-Käses nicht im Wallis produziert. So wurden laut "Neue Züricher Zeitung" im Jahr 2005 rund 11.000 Tonnen Schweizer, aber nur 2.000 Tonnen Walliser Raclettekäse hergestellt.

Berufung

Der Verein Raclette Schweiz, Cremo, Migros und Deutschschweizer Käseproduzenten legten bei der Rekurskommission des Eidgenössischen Volkswirtschaftdepartements erfolgreich Berufung ein. Diese entschied, dass der Begriff "Raclette", wenn er alleine stehe, nicht geschützt werden könne, weil Raclette ursprünglich ein Gericht und nicht eine Käsesorte sei. Dieses Urteil focht der Walliser Milchverband daraufhin beim Bundesgericht an.

Das Schweizer Bundesgericht legte die Verfahren im vergangenen November bis Jänner 2007 auf Eis. Trifft bis nächsten Montag von den Streitparteien keine Auskunft über den Stand der Einigungsbemühungen ein, dann wird das Verfahren weitergeführt. (APA)

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