Infineon dementiert Bericht über Interesse von Finanzinvestoren

16. März 2007, 13:29
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Gerüchte über Anfragen mehrerer "Heuschrecken" im vergangenen halben Jahr

München - Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat einen Zeitungsbericht über ein angebliches Interesse von Finanzinvestoren an dem Unternehmen strikt dementiert. "Ich kenne weder Anfragen noch Angebote von Finanzinvestoren", sagte ein Unternehmenssprecher am Montag zu einem entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD).

Nach dem Einstieg von Finanzinvestoren bei einigen Infineon-Konkurrenten kamen zuletzt immer wieder Spekulationen auf, auch die Münchener könnten zu einem Übernahmeziel werden. Die "FTD" berichtete am Montag unter Berufung auf dem Unternehmen nahestehende Personen, dass es im vergangenen halben Jahr mindestens drei Anfragen von Beteiligungsgesellschaften gegeben habe, die mit dem Vorstand eine Übernahme diskutieren wollten. Mehrere Berater der von Kritikern als "Heuschrecken" geschmähten Private-Equity-Gesellschaften hätten bestätigt, dass Investoren bei Infineon angeklopft hätten. Auch ein hochrangiger Infineon-Manager sagte laut "FTD", "vor einiger Zeit" seien Gespräche geführt worden.

Infineon-Chef Wolfgang Ziebart hat allerdings immer wieder zum Ausdruck gebracht, er wolle den Konzern unabhängig halten. Infineon wäre der erste Dax-Konzern, der von Private-Equity-Firmen gekauft würde. Es gab aber in den vergangen Jahren schon bei anderen Dax-Unternehmen Versuche, die gescheitert sind. Laut Informationen aus den jeweiligen Branchen sind Finanzinvestoren unter anderem an MAN und Linde herangetreten. Continental veröffentlichte im Herbst Gespräche mit einem Konsortium um den US-Investor Bain Capital, die aber abgebrochen wurden. (APA/Reuters/AFP)

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