Sanofi: Aktie steigt nach Bericht über beendete Bristol-Gespräche

2. März 2007, 13:13
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Fusionspläne laut Zeitung an Preisvorstellungen und Patentstreitigkeiten gescheitert

Paris - Ein Zeitungsbericht über den Abbruch der Fusionsgespräche mit Bristol-Myers Squibb hat den Aktien des französischen Pharmariesen Sanofi-Aventis am Montag zu Kursgewinnen verholfen. Sanofi-Aktien legten im frühen Handel zeitweilig um zwei Prozent auf 68,85 Euro zu und gehörten damit zu den größten Gewinnern an der Pariser Börse.

Die britische Zeitung "The Times" hatte am Samstag ohne Angabe von Quellen berichtet, dass die Gespräche wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen und wegen des Rechtsstreits um den lukrativen Blutverdünner Plavix der beiden Unternehmen gescheitert seien. Eine Sanofi-Sprecherin wollte dazu am Montag keine Stellungnahme abgeben.

Bewertung

Laut "Times" war Sanofi mit der Bewertung von Bristol-Myers mit einem gegenwärtigen Aktienkurs von gut 28 Dollar nicht einverstanden. Anfang Februar hatten die Papiere des US-Konzerns noch bei 24 Dollar notiert, waren dann aber wegen der Übernahmespekulationen deutlich gestiegen.

Mit einer Fusion der beiden Unternehmen würde der weltweit größte Pharmakonzern noch vor dem US-Giganten Pfizer entstehen. Die beiden Arzneimittelhersteller gelten schon seit längerem als Kandidaten für einen Zusammenschluss. Sie arbeiten beispielsweise bei Plavix zusammen - einem der weltweit umsatzstärksten Medikamente. (APA/Reuters)

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