Unterrichtspflicht

15. März 2007, 15:18
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In Österreich gibt es keine Schulpflicht, sondern "nur" eine Unterrichtspflicht

In Österreich gibt es, anders als beispielsweise in Deutschland, keine Schulpflicht, sondern "nur" eine Unterrichtspflicht. Sie geht auf Maria Theresia zurück, die sie 1774 einführte.

Kinder können daher vor Schuljahrbeginn zum "häuslichen Unterricht" angemeldet werden, wenn der Erziehungsberechtigte nachweist, dass er einen "mindestens gleichwertigen" Unterricht anbieten kann. Dafür reicht der Nachweis der höheren Reife (Matura etc.) aus. Die Schulbehörde entscheidet dann innerhalb eines Monats, ob dem Ansuchen entsprochen wird. Ein Rechtsmittel gegen den Entscheid ist nicht vorgesehen. Zur "Externistenprüfung" antreten muss das Kind erst ein Jahr später: am Ende des Schuljahres. (tó, DER STANDARD print, 12.2.2007)

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