Politiker fordern Aufklärung

15. März 2007, 15:18
7 Postings

Untersuchung des Behördenverhaltens gefordert

Linz - Die Familientragödie in Oberösterreich, bei der drei Töchter von ihrer Mutter in einem Haus im Großraum Linz jahrelang von der Außenwelt abgeschottet worden sein sollen, beschäftigte am Wochenende auch Oberösterreichs Politik. Vertreter von Grüne, FPÖ und SPÖ forderten am Wochenende in Presseaussendungen Aufklärung über das Handeln der Behörden.

Die Familiensprecherin der Grünen, Maria Wageneder, meinte, dieser Fall würde bestätigen, dass nicht nur bei Kinderpornografie, sondern auch bei Kindesmissbrauch Erwachsene jeglichen Bildungsstandes Täter sein könnten. Bei der Vorgehensweise der Jugendwohlfahrtbehörde sei zu analysieren, ob ein Mangel im System vorliege. Aufzuklären sei auch die Rolle der Bezirksschulratsbehörde, so Wageneder.

Alarmsysteme

Aufklärung über das Behördenhandeln im Fall der "Kinder-Isolierung" forderte auch FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. Er verlangte, dass am kommenden Donnerstag im Bildungs- bzw. im Sozialausschuss des Landtages die zuständigen Referenten Josef Pühringer und Josef Ackerl berichten, ob und in welcher Form seitens des Landesschulrates bzw. der Abteilung Jugendwohlfahrt Verantwortung ernst genommen wurde. Bei derartigen Fällen müssten eigentlich die Alarmsysteme der öffentlichen Hand greifen, so Steinkellner.

Bereits am Samstagnachmittag hatte der oberösterreichische SPÖ-Klubobmann Karl Frais im Gespräch mit der APA eine Untersuchung durch den Landesschulrat gefordert, ob eventuelle Kontrollmechanismen seitens des zuständigen Bezirksschulrates Urfahr-Umgebung versagt hätten. (APA)

Share if you care.