IPTV und Co. forcieren Netzwerkaufrüstung

18. Februar 2007, 16:57
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Umbau auf IP-basierte Infrastruktur verschlingt eine Billion Dollar - Mobilfunk-Sektor geht ebenfalls Richtung IP

Die Aufrüstung der Telekommunikations-Netzwerke auf eine IP-basierte Infrastruktur könnte in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von einer Bio. Dollar verschlingen. Das geht aus aktuellen Berechnungen der US-amerikanischen Marktforscher von ABI Research hervor. Demnach soll die Umbauphase im Jahr 2015 weitgehend abgeschlossen sein. "Wenn es auf das Ende der Dekade zugeht, werden Bandbreiten-hungrige Dienste wie IPTV eine IP-Infrastruktur brauchen", erklärt ABI-Analyst Ian Cox.

Netzwerke der nächsten Generation

Bis zum Ende dieses Jahres rechnet ABI mit der Einführung von Standards für die Netzwerke der nächsten Generation. Langsam würden die Netzwerkbetreiber aber mit der Umrüstung auf komplett IP-basierte Netzwerke beginnen. Im Mobilfunkbereich gibt es ABI zufolge ebenso eine Entwicklung in Richtung IP, wenn auch mit einer geringeren Geschwindigkeit. "Indem die Betreiber alle Services über ein IP-Netz abwickeln, wollen sie außerdem die operativen Kosten besser kontrollieren", so Cox.

Mehr Services und höhere Datenraten

In Zukunft soll die Umrüstung etwa die Einrichtung von Serviceplattformen erleichtern und die schnelle Einführung von neuen Services ermöglichen. Den Usern bringt die neue Netzwerkgeneration laut den Analysten mehr Services und höhere Datenraten, etwa für Videokonferenzen. Betreiber können über das Netz Services und den Datenverkehr separat abwickeln und unabhängig voneinander weiterentwickeln. Das werde die Entwicklung von Content und Services anfeuern, sind sich die ABI-Analysten sicher. (pte)

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