SPÖ-Bösch sieht keine Chance auf EU-Mittel

8. März 2007, 17:10
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Neuer Chef des EU-Haushaltskontrollausschusses: "Das ist ein dummes Geschwätz"

Graz/Wien - Der Baltic-Adriatic-Korridor müsse durch Österreich gehen, hieß es beim Grazer Koralmgipfel. Genau dafür sieht der Leiter der Verkehrsabteilung in der steirischen Landesregierung, Andreas Tropper, gegenwärtig eine "historische Chance", weil das Konkurrenzprojekt zur Verbindung Semmering und Koralm, der in Ungarn und Slowenien an Österreich vorbeiführende Korridor - eines der 30 Projekte der Transeuropäischen Netze (TEN) - klemme. Es könnten womöglich EU-Gelder lukriert werden. Tropper zum STANDARD: "Es gibt geologische Probleme, Slowenien hat auch arge Finanzierungsprobleme für den weiteren Ausbau." Es gelte, dieses "Zeitfenster" zu nutzen.

Der neue Chef des EU-Haushaltskontrollausschusses des EU-Parlaments, Herbert Bösch (SPÖ), sieht dagegen keine Chance auf eine EU-Kofinanzierung. "Das ist ein dummes Geschwätz. Warum soll man da Hoffnungen erwecken?" Die 30 TEN-Projekte hätten alle EU-Mitgliedsstaaten und die Kommission beschlossen. Eine Änderung bedeute einen Gesetzgebungsakt. "Das hätte man sich früher überlegen müssen." (mue, afs, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10./11.2.2007)

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