Jenseits des Jute-Miefs

Redaktion, 14. Dezember 2007, 15:10
Bild 1
foto: eza /ingo pertramer
Bild 1 von 11»

Vorurteile können ganz schön hartnäckig sein. Oder woran denken Sie beim Begriff "Weltladen"? Möglicherweise an Birkenstock tragende Althippies in Regenbogen farbenen Hängepullis aus grober Wolle und lächerlichen Kappen auf dem Kopf? Oder verbinden Sie mit Fair-Trade-Produkten schickes Design und ansprechende Accessoires?

Kommentar posten
13 Postings
Heiliger Strohsack
11
Also die Sachen mit dem schicken ...

... und ansprechenden Design lassen wir mal dahingestellt.

Petzi Petz
00

Mir gefällt das asiatische Geschirr sehr gut - schaut nicht so kitschig aus wie übliche Ware.

ein mensch
00
Wenn's ihnen nicht gefällt ...

geschmäcker sind eben verschieden.

sapere aude
00
Also ich

mag den Jute-Geruch!

Kill R. Argument
01
Ich kaufe gerne dort ein.

Vor allem die Schokolade! *mjam*

Ein Wermutstropfen bleibt: Auch wenn z.B. die Schokolade "fair gehandelt" wurde, der Transport über die halbe Erdkugel belastet die Umwelt enorm!

*angutendingenistimmereinhaken* :-/

uni versalis
00
dann müsste man gänzlich auf schoko verzichten.

artista
02
sorry ich bin ein bisschen vom thema abgekommen

eigentlich wollte ich nur anmerken, daß die kakaobohnen halt nicht in mitteleuropa wachsen und ich ausserdem der meinung bin dass fairtrade produkte für die kleinbauern eine echte perspektive für die zukunft im eigenen land bedeuten und somit verhindert wird, daß sie als flüchtlinge nach europa kommen. lg

Eva Hexe
 
00
kinderarbeit

die großen sommerferien bei uns kommen auch daher, weil die kinder bei der ernte helfen mußten.

ich weiß: man soll sich nicht immer ein Beispiel am schlechtesten nehmen, aber so lange ist es auch bei uns nicht her.

artista
22
ja, aber wer weiss den schon daß,

die vier grössten konzerne der welt, ca. 85% des gesamten Welthandels an Kakaobohnen aufkaufen und somit hauptveranwortlich dafür sind, dass zb.: in Westafrika jedes Jahr ca. 300.000 Kindersklaven in der Ernte auf den Plantagen eingesetzt werden!!! ja Sklaven!!!
meist zwischen 8 und 15 Jahre alt, kein Lohn, nur eine schüssel reis oder hirse am tag und ein wellblechdach über dem kopf.
und übrigens, ja die lila tafel gehört auch dazu!!! seit ich diese info von www.attac.at bekommen habe, graust mir nur mehr wenn ich mir die werbung mit den netten plüschtieren anseh. soviel ausbeuterische kinderarbeit gerade bei kinderprodukten ist einfach unausstehlich. da fällt mir ein ich muss gleich mal ein protestmail abschicken. lg

uni versalis
42
bitte ein wenig quellenkritik..

bei allem respekt, aber seine infos nur aus attac flugblättern zu ziehen, erübrigt sich jeden kommentars.

ob die kindersklaverei nur auf die angeblichen 4 grosskonzerne zurückzufürhren ist, darf stark angezweifelt werden. sklaverei hat in auch in w-afrika seit jh tradition und ist in den gesellschaftlichen strukturen und ethnischen hierarchien stark verankert (ich rede da nicht vom sklavenhandel nach europa und den amerikas in der neuzeit).

den konzernen kann man vorwerfen dagegen nichts zu tun oder davon zu profitieren, aber keinesfalls diese geschaffen zu haben.

und gehen sie ein wenig tiefer in die materie, schauen sie sich mehere quellen an - nicht nur jene die ihnen gelegen kommen.

Johannsdottir
32

und weils immer schon so war und in der Kultur fest verankert ist, kanns ja nur gut sein, ned?!

Jössasna!!!

Dagegen ist dein Argument, von wegen Info nur aus genannten Flugblättern zu beziehen, nichtig.

Schluribumbi
00

kann mich dem johann nur anschließen. was genau ist es, das attac unglaubwürdig macht? oder- unglaubwürdiger als nestlé, wenn der konzern behauptet etwas gegen armut zu tun?

kll cirr
10
Schon etwas von richtiger Recherche gehört?

Wenn man zu ATTAC geht, ist es schön und gut und gehört sicher dazu, aber man muß sich die Sache von verschiedenen Seiten ansehen. ATTAC alleine vermittelt ein verzerrtes, aber sicherlich kein neutrales oder objektives Bild.

Gleichzeitig sparen viele nicht mit Kritik wenn Studien ein differenzierteres oder anderes Bild abgeben: die sind dann von irgendwelchen Konzernen bezahlt, heißt es...

Was in das eigene Bild paßt oder den eigenen Erwartungen entspricht als alleinige Wahrheit und alles andere als unseriös abtun, kann es ja auch nicht sein. Man will halt nur anerkennen was man glauben will und es darf halt nicht sein was nicht sein soll, schon gar nicht wenn es das eigene Bild vielleicht ein wenig relativiert.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.