Für Fonds-Anleger hat das Jahr gut begonnen

7. März 2007, 16:06
posten

Investmentfonds, die in Immobilien und Wachstumsregionen in Osteuropa investieren, hatten im Jänner beim Performancevergleich die Nase vorn

Wien - Für Fondsanleger hat das Investmentjahr gut begonnen. Denn eine klare Mehrheit von 777 der 986 heimischen Investmentfonds konnte per Ende Jänner 2007 eine positive Einjahresperformance verbuchen. Von den 986 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr weisen in der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) nur 208 eine negative Jahresperformance aus.

777 Fonds verbuchten Ende Oktober eine positive Einjahresperformance, nur ein Fonds kommt auf eine Performance von exakt null. Im arithmetischen Mittel - also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds von Ende Jänner 2006 bis Ende Jänner 2007 eine durchschnittliche Wertsteigerung von 4,76 Prozent aus.

Immos und CEE vorn

Unter den größten Gewinnern finden sich Ende Jänner erneut Fonds mit einem Fokus auf Immobilien oder Wachstumsregionen. Die höchste Einjahresperformance von 72,40 Prozent weist die VÖIG-Statistik für den Hypo South Eastern European Opportunities der Hypo-KAG aus. Der Fonds ist in Aktien aus den Wachstumsmärkten in Südosteuropa veranlagt.

Auf Platz zwei und drei folgen der Constantia European Property der CPB Kapitalanlage GmbH mit einem Plus von 49,59 Prozent und der Tury China Equity aus demselben Haus mit einer Wertsteigerung von 45,37 Prozent.

Die schwächste Performance von minus 26,18 Prozent errechnet sich Ende Jänner für den Fundomax AZ Top 50 der mittlerweile in Pioneer Investments Austria umbenannten BA-CA-Fondstochter, gefolgt vom Salus Alpha Equity Market Neutral der Erste-Bank-Fondstochter Sparinvest (minus 19,84 Prozent) und vom Nanoscience Opportunities der Security KAAG (minus 18,05 Prozent).

Immobilienfonds vorne

Gemessen an der Drei-Jahres-Sharpe-Ratio - diese Kennzahl setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit Ergebnisse von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar - hatten Ende Jänner einmal mehr Immobilienfonds und Austro-Aktienfonds die Nase vorn.

Die beste Drei-Jahres- Sharpe-Ratio von 3,39 errechnet sich Ende Jänner für den staatlich geförderten Vorsorgefonds ESPA Vorsorge Classic/04 der Sparinvest. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der ESPA Stock Europe-Property aus demselben Fondshaus mit einem Wert von 3,15 und der Constantia European Property der CPB Kapitalanlage GmbH mit einer Sharpe-Ratio von 3,08.

Den niedrigsten Wert weist die VÖIG-Statistik für den Vontobel Liquiditätsfonds aus, der Fonds der Gutmann KAAG kommt auf eine Sharpe-Ratio von minus 2,34. Die zweit- und drittschwächste Sharpe-Ratio errechnet sich für den Optix Protect Fund von Pioneer (minus 2,12) und den Schoellerbank Kurzinvest der Schoellerbank Invest AG (minus 1,88). (APA, bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.2.2007)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Fonds mit Immobilien waren im Jänner unter den Gewinnern. Das belegt die Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften.

Share if you care.