Werder prüft Stadionverbote

2. März 2007, 14:14
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Fans offenbar von rechtsextremen Hooligans zusammengeschlagen

Bremen - Nach einem Überfall auf Fans des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen prüft der Verein Stadionverbote gegen überführte Hooligans. Dem aktuellen Tabellenzweiten seien Namen mutmaßlich Schuldiger bekannt geworden, sagte Werder-Sprecher Timo Polster am Freitag. Nach einer rechtlichen Prüfung sollten nun Verbote ausgesprochen werden. Zahlen wurden vorerst nicht, betroffen sei aber sicherlich nicht nur ein Hooligan, präzisierte Polster.

Der "Weser-Kurier" hatte am Freitag berichtet, in der Nacht zum 21. Jänner seien jugendliche Werder-Fans in den Räumen eines Projekts zur Betreuung von Fans von etwa 20 rechtsgerichteten Hooligans zusammengeschlagen worden. Die Polizei Bremen bestätigte einen Einsatz, die Ermittlungen gestalteten sich aber schwierig, weil die Opfer nicht aussagen wollten und keine Anzeige erstattet hätten. Ermittler seien sogar zu Verletzten ins Krankenhaus gegangen. Diese hätten aber behauptet, hingefallen zu sein.

Der Werder-Sprecher sagte: "Eine Mauer des Schweigens erschwerte die Recherchen." Erst drei Wochen nach dem Überfall habe man Namen ermitteln können. Werder Bremen werde auch weiterhin mit allen möglichen Mitteln gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung vorgehen. Das Fan-Projekt wolle Anzeige erstatten und Hausverbote aussprechen. Nach dem Medienbericht gehen in dessen Räumen rechtsgerichtete Hooligans ein und aus.(APA/AP)

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