CNN berichtet über Selbstmordversuch vor wenigen Monaten

2. März 2007, 11:24
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Rätseln über Todesursache - Mutter spricht von übermäßigem Drogenkonsum

Hollywood - Ex-Playmate Anna Nicole Smith soll wenige Monate vor ihrem plötzlichen Tod einen Selbstmordversuch begangen haben. Der US-Fernsehsender CNN berichtete am Freitag, Smith habe nach dem Tod ihres Sohnes Daniel (20) im vergangenen September versucht, sich selbst das Leben zu nehmen.

Das 39 Jahre alte Ex- Fotomodel war am Donnerstagnachmittag bewusstlos in einem Hotelzimmer in Hollywood im US-Bundesstaat Florida gefunden worden. Nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen konnte im Krankenhaus nur noch ihr Tod festgestellt werden.

Aufschluss über die Todesursache sollte am Freitagvormittag (Ortszeit) eine Autopsie bringen. Für den Nachmittag war eine Pressekonferenz geplant. Es blieb unklar, ob es dabei bereits konkrete Ergebnisse geben würde.

Drogenkonsum

Smiths Mutter machte einen übermäßigen Drogenkonsum für den Tod ihrer Tochter mitverantwortlich. Sie habe Anna Nicole gewarnt, aber diese habe nicht hören wollen, sagte Virgie Arthur dem Sender ABC. Nach Angaben des Senders CBS wurden in Smiths Hotelzimmer illegale Drogen und verschreibungspflichtige Medikamente gefunden.

Das blonde Model mit den fülligen Kurven, das hier zu Lande u.a. durch eine H&M-Werbung bekannt wurde, hatte zuletzt viele private Probleme: Kurz nach der Geburt ihrer Tochter Dannie Lynn Hope Anfang September 2006 war ihr Sohn Daniel vermutlich an einer Mischung Methadon und Antidepressiva gestorben. Außerdem stand sie in einem Vaterschaftsstreit um das Baby.

Die letzten Tage vor ihrem Tod soll Smith unter einer Grippe gelitten haben. Eine private Krankenschwester habe sie wegen ihres hohen Fiebers in ein Eisbad getaucht, danach sei die Temperatur wieder gefallen, berichtete CNN. Am Mittwoch sei sie im Bad ihres Hotelzimmers gestolpert und hingefallen. Die Schwester habe sie anschließend in der leeren Badewanne gefunden.

Ex-Freund will DNA-Test

Nach dem Tod des Fotomodells ist auch der Streit um die Vaterschaft ihrer Tochter Danielynn in eine neue Runde gegangen. Ein Gericht in Los Angeles lehnte am Freitag den Antrag des Fotografen Larry Birkhead ab, von der am Donnerstag verstorbenen 39-Jährigen eine DNA-Probe zu nehmen, sagte Birkheads Anwältin, Debra Opri, in Los Angeles.

Einen Tag vor Smiths Tod hatte ein Gericht verfügt, dass sie und ihre kleine Tochter sich bis zum 21. Februar einem Gentest unterziehen müssten. Birkhead war einen Monat nach der Geburt von Smiths Tochter im September vor Gericht gezogen, um seine Vaterschaft nachweisen zu lassen. Smith und ihr Anwalt und Lebensgefährte Howard K. Stern hatten beteuert, dass dieser Danielynns Vater sei.

Birkhead war bei der Gerichtsentscheidung nicht zugegen. Ihr Klient sei nach der Todesnachricht zusammengebrochen, sagte Opri. Smith war bewusstlos in einem Hotelzimmer im US-Bundesstaat Florida gefunden worden und später im Krankenhaus gestorben. Ihre Tochter könnte nun ein Millionenerbe bekommen. Smiths Anwalt Ronald Rale hatte am Donnerstag mit Blick auf den Vaterschaftsstreit gesagt: "Ich bete dafür, dass ihr Tod nicht mit all dem Stress zu tun hatte, den sie ertragen musste."

Auch zum Tod von Sohn Daniel soll es ein gerichtliches Nachspiel geben. Die Behörden auf den Bahamas hatten Mitte Jänner angekündigt, dass sie die Todesumstände untersuchen wollen. Das Verfahren soll Ende März mit der Befragung von mehr als 20 Personen beginnen. "Es gibt viele unbeantwortete Fragen im Zusammenhang mit Daniels Tod, die wir klären wollen", hatte Richter Roger Gomez erklärt.

Leblos im Pool

Bei dem Selbstmordversuch nach Daniels Tod soll Smith von ihrem Freund Stern leblos und mit dem Gesicht unter Wasser in einem Pool gefunden worden sein. Damals habe sie durch Wiederbelebungsversuche zu Bewusstsein gebracht werden können.

Sohn Daniel war 1986 zur Welt gekommen. Von seinem Vater ließ sich das Model, das auch als Oben-Ohne-Tänzerin in einem Nachtclub arbeitete, zwei Jahre später scheiden. Mitte der neunziger Jahre heiratete Smith den 89-jährigen Öl-Milliardär Marshall, der nach einjähriger Ehe starb.

Danach stritt sich Smith mit den Angehörigen um das Millionenerbe. Im vergangenen Juni starb überraschend auch der Sohn ihres Mannes, E. Pierce Marshall, mit dem sie um den Nachlass kämpfte. In einem langwierigen Verfahren hatte Smith zunächst 450 und später 88 Millionen Dollar (rund 350 und 68 Millionen Euro) zugesprochen bekommen, beide Entscheidungen wurden später revidiert. 2006 gab ihr das oberste US-Gericht jedoch das Recht, ihr Anliegen weiter juristisch zu verfolgen. (APA/dpa)

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    Anna Nicole Smiths Tod gibt Rätsel auf

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