Millionen-Segen für YouTube-Gründer

16. März 2007, 13:29
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Chad Hurley und Steven Chen brauchen sich so schnell keine finanziellen Sorgen mehr zu machen, der Verkauf der Video-Website an Google machte sie über Nacht zu Multimillionären

New York - Die drei YouTube-Gründer und die Investmentfirma Sequoia Capital haben bei dem Verkauf der populären Video-Website an Google für 1,65 Mrd. US-Dollar (1,271 Mrd. Euro) im Oktober 2006 kräftig abgesahnt. Die Firmengründer waren über Nacht zu Multimillionären geworden. In Unterlagen, die bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC eingereicht wurden, ist jetzt präzisiert worden, wieviel Geld die YouTube-Hauptakteure bei dem Verkauf ihres Unternehmens erhalten hatten.

So bekam YouTube-Mitbegründer und Unternehmenschef Chad Hurley 694.087 Google-Aktien und weitere 41.232 Google-Anteile in einen Treuhandfond. Sie waren zum Google-Schlusskurs von 470,01 Dollar am Mittwoch insgesamt 345 Mio. Dollar wert, wie die "New York Times" am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe berichtete.

Steven Chen, ein anderer YouTube-Gründer, bekam Google-Aktien im Gesamtwert von 326 Mio. Dollar. Der dritte Firmengründer, Jawed Karim, der das Unternehmen früh verlassen hatte, erhielt demnach immerhin noch Google-Aktien im Wert von 64 Mio. Dollar.

Schnelles Geld

Die Investmentfirma Sequoia Capital, ein früher YouTube-Geldgeber, erhielt Google-Aktien im Wert von 442 Millionen Dollar. Viele der anderen frühen YouTube-Mitarbeiter hielten tausende von Google-Aktien und sind damit ebenfalls reich geworden.

YouTube war mit nur rund 70 Mitarbeitern weniger als zwei Jahre nach der Firmengründung vom führenden Internet-Suchmaschinenbetreiber Google gekauft worden.

Der Kauf von YouTube war der größte, den Google je vorgenommen hatte. Er brachte dem Unternehmen eine Spitzenposition im rasch wachsenden Online-Video-Bereich.

Allerdings könnten Google auch Klagen von Filmstudios und anderen Firmen drohen, da die YouTube-Nutzer nach wie vor massenhaft urheberrechtlich geschütztes Material ins Netz stellen. Vergangene Woche hatte der Medienkonzern Viacom (MTV, Nickelodeon, Comedy Central) verlangt, dass YouTube mehr als 100.000 Video-Clips entfernt. Nach geltenden Regelungen müssen die Medienunternehmen selbst das Entfernen ihres Materials einfordern. (APA/dpa)

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    YouTube-Gründer Steve Chen (links) und Chad Hurley lukrieren jeweils weit über 300 Millionen Dollar in Aktien aus dem Verkauf der Video-Plattform an Google.

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