ABN Amro kauft eigene Aktien zurück

2. März 2007, 13:13
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Gewinnsteigerung 2006 dank Übernahme der italienischen Antonveneta

Amsterdam - Die größte niederländische Bank ABN Amro hat im vergangenen Jahr dank der Übernahme der italienischen Antonveneta ihren Gewinn gesteigert. Der Überschuss kletterte um 7,6 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro, wie das Institut am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Damit verdiente ABN Amro rund 200 Mio. Euro mehr als Branchenexperten erwartet hatten.

Gewinne hinter Prognose

Allerdings blieb ABN Amro mit seiner Gewinnprognose für das laufende Jahr etwas hinter der Prognose der meisten Analysten zurück: Die Bank peilt einen Gewinn von 2,30 Euro pro Aktie an, Experten hatten im Schnitt mit 2,34 Euro gerechnet.

Die Aktionäre erfreute ABN Amro aber mit der Ankündigung, bis Ende Juni eigene Aktien im Wert von eine Mrd. Euro zurückzukaufen. Abhängig von der Geschäftsentwicklung will das Institut danach weitere Aktienrückkäufe prüfen. Die Amsterdamer Börse honorierte diese Ankündigung mit einem Kursanstieg von gut einem Prozent.

Die Bank musste jedoch einräumen, dass die Kosten im vergangenen Jahr schneller zulegten als der Betriebsgewinn. Sowohl die Risikovorsorge für Konsumentenkredite als auch die Eingliederung von Antonveneta kamen hier teuer zu stehen. ABN will bis 2008 seine Kosten um mindestens 900 Mio. Euro kürzen und kündigte kürzlich an, in Nordamerika 900 Stellen zu streichen. Branchenexperten bemängelten, dass ABN Amro mit seinen Einsparungen zu langsam vorankommt. Das Institut kündigte an, der Kostensenkung 2007 Top-Priorität einzuräumen. Wachstumspotenzial sieht das Institut vor allem in Brasilien, Asien und Italien. (APA/Reuters)

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