Beispielhaftes Modell Niederösterreich

15. März 2007, 16:53
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Familienministerin Kdolsky von Kinderbetreuungsmodell angetan - Mikl-Leitner: Land bei Tagesmüttern "europaweit führend"

Wiener Neudorf - Angetan vom "Modell Niederösterreich" im Bereich Kinderbetreuung hat sich am Donnerstag Familienministerin Andrea Kdolsky (V) bei Besuchen entsprechender Einrichtungen gezeigt. Dem Land sei es ein Anliegen, Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf zu schaffen, betonte die niederösterreichische Landesrätin Johanna Mikl-Leitner (V).

Beide Bereiche müssten "verstärkt zusammen gehen", sagte Kdolsky in einem Betriebskindergarten in Wiener Neudorf. Es gehe um Flexibilität und darum, den Wiedereinstieg von Frauen ins Berufsleben zu unterstützen. Das "Modell Niederösterreich" sei hier "das Beste" - "die Zahlen sprechen für sich".

Mikl-Leitner verwies darauf, dass in NÖ allein 42.000 Mädchen und Buben in Landeskindergärten betreut würden. Dazu gebe es 57 Privatkindergärten, 213 Horte für Sechs- bis 16-Jährige sowie 120 Kinderkrippen und -stuben. Nicht zuletzt verwies die Landesrätin darauf, dass Niederösterreich mit 1.500 Tagesmüttern für 6.000 Kinder "europaweit führend" sei.

Kleinkinderstuben gefragt

Um den Bereich der Kinderbetreuung weiter auszubauen, würden derzeit Bedarfserhebungen laufen, so Mikl-Leitner. Der Fall sei das etwa an 16 Standorten von Landeskrankenhäusern, wo laut Betriebsräten insbesondere Kleinkinderstuben (für bis zu Dreijährige) gefragt seien. Das selbe gelte für Wirtschaftsparks.

Im Industriezentrum NÖ-Süd, wo 10.400 MitarbeiterInnen in 270 Unternehmen beschäftigt sind, werden im seit 2004 bestehenden Betriebskindergarten "Izibizi" inzwischen 50 Mädchen und Buben in drei Gruppen betreut. Zu Beginn seien es acht gewesen, erfuhren Kdolsky und Mikl-Leitner bei ihrem Besuch. Unternehmen seien auch bereit, entsprechende Beiträge zu leisten, sagte Richard Plitzka, Geschäftsführer der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus. Im Fall "Izibizi" hätten die Investitionskosten 360.000 Euro betragen, 200.000 Euro davon seien von Betrieben gekommen. (APA)

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