Wiener Brunnenviertel: Kaufhaus Osei wird im März abgerissen

8. Februar 2007, 13:43
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Bis jetzt gibt es noch keine neu designten Markthütten - Standler müssen neue Marktstände selbst bezahlen

Wien - Die Bauarbeiten zur Aufwertung des Viertels rund um den Brunnenmarkt in Wien-Ottakring werden bald wieder aufgenommen: Nachdem der erste neu gestaltete Bauabschnitt zwischen Payergasse und Friedmanngasse bereits voriges Jahr abgeschlossen wurde, geht es im März 2007 weiter. Geplant ist auch der Abriss des ehemaligen Textilkaufhauses Osei. An der Stelle sollen Wohnungen und eine Polizeistation entstehen.

Die Neugestaltung des Brunnenmarktes soll auch die Arbeitsbedingungen der Marktstandler verbessern. Eigene Zonen mit Sitzflächen sind zum Ausruhen für Marktstandler und Bewohner gedacht. Fixe Marktstände, die nicht mehr auf- und abgebaut werden müssen, sollen für Erleichterung sorgen.

Die Kosten für neue Marktstände müssen die Standler jedoch selbst tragen, was bereits zu Diskussionen geführt hat: Bis jetzt gibt es noch keine Stände, die dem Gestaltungskonzept des Architektenteams Maczek-Mateovics entsprechen. Die Kosten für die Kioske sind nach Angaben des Bezirksvorstehers durchaus unterschiedlich. Sie variierten von 2.000 Euro bis zu einer teureren Variante mit einer "geschlossenen Box". Zur Finanzierung will Bezirksvorsteher Franz Prokop (SPÖ) nun eine Leasingvariante anbieten.

Kunstimbissstube "Schaukasten"

Kleinere Erneuerungen gebe es aber bereits, so Prokop, der auf die Kunstimbissstube "Schaukasten" mit Aussichtsterrasse auf dem Dach verwies. Aber: "Wir erwarten uns noch ein bisschen kräftigere Impulse."

Der Wollnerhof zwischen Friedmanngasse und Gaullachergasse soll dann im Sommer komplett saniert werden und zwischen Thaliastraße und Neulerchenfelderstraße oberhalb des Diskonters Hofer sollen Wohnungen gebaut werden.

In die Sanierung des ersten, 250 Meter langen Abschnitts des Marktes wurden 1,3 Mio. Euro investiert. Das gesamte Bauvolumen für die Neugestaltung des Brunnenviertels beträgt laut Prokop rund 25 Mio. Euro und wird von Genossenschaften und privaten Bauträgern getragen. 4,3 Mio. Euro wenden der Bezirk und die Stadt Wien für die neue Infrastruktur und den Markt auf. (APA)

Bis zum Abschluss der Arbeiten am Markt Ende 2009 sind vier Bauphasen geplant, berichtete Nelin Tunc von der Gebietsbetreuung Ottakring. Während der Sanierungstätigkeiten sind für die Standler Ausweichmöglichkeiten an der Piazetta beim prominenten Marmeladeproduzenten Staud, in der Schellhammergasse und - auf der anderen Seite der Thaliastraße - in der Menzelgasse vorgesehen.

(APA)

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    foto: derstandard.at/graf
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