Zertifikate: Neue SG-Korridor-Bonuszertifikate auf den DAX-Index

7. März 2007, 16:06
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Seitwärtschancen von 20 bis 40 Prozent - Von Walter Kozubek

Die vor etwas mehr als 6 Monaten erstmals von SG auf den Markt gebrachten Korridor-Bonuszertifikate ermöglichen bei einer Seitwärtsbewegung des Basiswertes stattliche Renditen. Kurz zur Erinnerung: Verbleibt der Index bis zum Laufzeitende innerhalb der oberen und der unteren Barriere, dann kommt der Anleger in den Genuss der Bonuszahlung. Wird die obere Barriere berührt, dann wandelt sich das Zertifikat in ein Short-Zertifikat um, das bei Unterschreiten des jeweiligen Basispreises einen inneren Wert aufbaut. Bei der Berührung der unteren Schwelle wird das Zertifikat hingegen zu einem Long-Indexzertifikat, das von Kurssteigerungen oberhalb des Basispreises profitiert.

Im Zuge der DAX-Rally der vergangen Monate wurde bereits bei 2 Korridor-Bonuszertifikaten auf den DAX-Index, bei denen die Schwellen bei 6.734,80 und 6.820 Punkten liegen, berührt. Bei diesen beiden Zertifikaten ist die Chance auf die Bonuszahlung somit leider dahin.

Wer nach den DAX-Kursanstiegen der vergangenen Monate davon ausgeht, dass sich der DAX-Index innerhalb der nächsten knappen 2 Jahre immer innerhalb der Bandbreite von 4.368 und 9.408 Punkten bewegen wird, für den könnte das neu aufgelegte SG-Korridor-Bonuszertifikat mit Basispreis bei 6.720 Punkten, ISIN: DE000SG3FZB9, Laufzeit bis 19.12.08 interessant sein. Verbleibt der Index bis zum Laufzeitende innerhalb der erwähnten Bandbreite, dann wird das Zertifikat, das derzeit mit 100,96 – 101,59 Euro gehandelt werden kann, am Ende mit 122 Euro zurückbezahlt.

Noch bessere Seitwärtschancen offeriert das Zertifikat mit ISIN: DE000SG3FZC7, gleicher Laufzeit, gleichem Basispreis und den Schwellen 4.704 und 8.736, das beim DAX-Stand von 6.871 Punkten mit 100,16 – 101,16 Euro gehandelt wird. Verbleibt der DAX-Index bis zum Laufzeitende innerhalb der beiden Schwellen, so wird das Zertifikat mit 140,50 Euro getilgt werden.

Klarerweise ist bei dem Zertifikat mit der engeren Bandbreite das Risiko der Schwellenberührung höher als beim Zertifikat mit der größeren Range. Daraus erklärt sich auch der deutliche Renditeunterschied.

ZertifikateReport-Fazit: Obwohl auf Grund der anhaltenden Kursrally bereits die ersten Schwellenereignisse bei den viel versprechenden Korridor-Bonuszertifikaten, die nun zu Kapitalverlusten führen können, eingetreten sind, bleibt die Konstruktion dieses Zertifikatetyps, der in einer Seitwärtsbewegungen mit überdurchschnittlichen Erträgen lockt, nach wie vor interessant. Somit eignen sich diese Zertifikate (für Vorsichtige natürlich eher das Zertifikat mit der breiteren Bandbreite) für Anleger, die nicht davon ausgehen, dass die Rally in den nächsten 2 Jahren im gleichen Tempo weitergehen wird.

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