US-Offizier: Keine Beweise für Übergriffe gegen Häftlinge

14. März 2007, 16:17
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Militär überprüfte Vorwürfe - Doch keine Gespräche mit Häftlingen

San Juan - Für eine Misshandlung von Häftlingen im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba gibt es nach Ansicht eines US-Offiziers keine Beweise. Oberst Richard Bassett, der mit der Prüfung derartiger Vorwürfe beauftragt worden sei, habe keine Anzeichen dafür gefunden, dass Häftlinge geschlagen oder misshandelt worden seien, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Südkommandos der US-Streitkräfte, in dessen Zuständigkeit Guantanamo fällt. Bassett habe auch keine disziplinarischen Maßnahmen gegen die in einem Bericht genannten Wachleute der Marine vorgeschlagen.

Die Marineinfanteristin Heather Cerveny, die zum Verteidigerteam eines Inhaftierten gehört, hatte über eine Unterredung mit mehreren Wachleuten im September berichtet, in der diese eingeräumt haben sollen, dass Häftlinge geschlagen wurden. Bassett führte den Angaben zufolge rund 20 Gespräche, allerdings keine mit Häftlingen. Auf der US-Basis Guantanamo auf Kuba werden seit dem Afghanistan-Krieg Terrorverdächtige ohne Anwalt und ohne Prozess festgehalten. (APA)

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