Slowakei will AUA-Schulden nicht vorzeitig zahlen

7. März 2007, 12:51
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AUA erwartet Slovak-Konkursantrag "in nächsten Tagen", Bratislava will Insolvenz nicht verhindern

Wien/Preßburg - Das slowakische Verkehrsministerium plant keine beschleunigte Rückzahlung von Schulden an die börsenotierte Austrian Airlines (AUA), durch welche eine Insolvenz der Slovak Airlines (SA), an der die AUA 62 Prozent hält, noch verhindert werden könnte. Es sei "möglich", dass Slovak Airlines wegen der Schulden die Insolvenz erklären müsse, bevor der Staat eingreife, sagte Verkehrsminister Lubomir Vazny am Mittwoch nach einer Regierungssitzung nach Angaben der slowakischen Nachrichtenagentur TASR.

Warten auf Brüssel

Die Regierung in Bratislava will vor einer Rückzahlung noch eine Stellungnahme der Europäischen Kommission abwarten, in der geklärt werden soll, ob die Zahlung dieser Schulden legal erfolgen kann oder eine illegale staatliche Beihilfe darstellen würde. Die Kommission soll innerhalb der nächsten zwei oder drei Monate Stellung zu dieser Frage beziehen.

Laut AUA soll ihre slowakische Tochter "in den nächsten Tagen", spätestens aber in der nächsten Woche, den Konkurs beantragen. "Der Beschluss ist fix", sagte eine AUA-Sprecherin am Mittwoch zur APA. (APA)

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